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title: "Bund kürzt die Heizungsförderung für höhere Einkommen"
description: "Ein Regierungsentwurf sieht vor, die staatlichen Zuschüsse für den Einbau klimafreundlicher Heizungen umzubauen. Wer mehr verdient, soll künftig deutlich weniger bekommen, während der Bonus für Haushalte mit kleinem Einkommen steigt. Hintergrund ist die angespannte Kassenlage im Klima- und Transformationsfonds."
category: "Inland"
category_url: https://weltturm.de/kategorie/inland
author: "Mia Köhler"
published: 2026-07-08T04:15:41.000Z
updated: 2026-07-08T04:15:41.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/bund-kuerzt-die-heizungsfoerderung-fuer-hoehere-einkommen
tags: ["Wärmepumpe", "Heizungsförderung", "Gebäudeenergiegesetz", "Klimapolitik", "Förderung"]
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# Bund kürzt die Heizungsförderung für höhere Einkommen

Ein Regierungsentwurf sieht vor, die staatlichen Zuschüsse für den Einbau klimafreundlicher Heizungen umzubauen. Wer mehr verdient, soll künftig deutlich weniger bekommen, während der Bonus für Haushalte mit kleinem Einkommen steigt. Hintergrund ist die angespannte Kassenlage im Klima- und Transformationsfonds.

Die staatliche Förderung für klimafreundliche Heizungen steht vor einem Umbau. Ein Regierungsentwurf sieht vor, die Zuschüsse für den Heizungstausch neu zu ordnen, [wie der ADAC berichtet](https://www.adac.de/news/haus-waermepumpe-foerderung-soll-gekuerzt-werden/). Die Grundrichtung: Wer viel verdient, bekommt weniger, wer wenig verdient, etwas mehr.

## Bis zu 70 Prozent, noch

Bisher ist die Förderung großzügig. Wer eine Wärmepumpe oder eine andere klimafreundliche Heizung einbaut, kann derzeit bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss erhalten. Dieser Höchstsatz setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: einer Grundförderung von 30 Prozent, einem Bonus von 20 Prozent für den Austausch alter fossiler Heizungen und einem Einkommensbonus von 30 Prozent für Haushalte mit geringem Einkommen.

## Weniger für höhere Einkommen

Der Umbau trifft vor allem Haushalte mit höherem Einkommen. Für Antragsteller mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen ab 40.000 Euro soll die maximale Fördersumme schrittweise sinken. In einem ersten Schritt geht sie noch in diesem Jahr auf 15.680 Euro zurück und soll bis 2030 weiter bis auf 8.800 Euro fallen.

Für Haushalte mit sehr geringem Einkommen unter 30.000 Euro im Jahr sieht der Entwurf dagegen eine Verbesserung vor: Der Einkommensbonus soll von 30 auf 40 Prozent steigen. In diesem Jahr können solche Haushalte mit bis zu 22.400 Euro Unterstützung rechnen.

## Das Gesetz bleibt, die Zuschüsse ändern sich

Wichtig für Hausbesitzer ist die Unterscheidung: Verändert wird die finanzielle Förderung, nicht das Gebäudeenergiegesetz selbst. Die gesetzlichen Vorgaben, nach denen neue Heizungen zunehmend auf erneuerbare Energien setzen müssen, bleiben bestehen. Es geht allein um die Höhe der staatlichen Zuschüsse, mit denen der Umstieg abgefedert wird.

## Der Grund liegt im Fonds

Hintergrund der Kürzungen ist die angespannte Haushaltslage. Die Förderung wird aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) finanziert, den die Bundesregierung konsolidieren will. Aus diesem Topf werden zahlreiche Klimaprojekte bezahlt, entsprechend groß ist der Druck, die Ausgaben zu begrenzen.

## Ein heikler Balanceakt

Die Neuordnung ist politisch heikel. Einerseits will die Regierung sparen und die Förderung sozial stärker staffeln, andererseits soll der Heizungstausch nicht ins Stocken geraten. Sinkende Zuschüsse für einen großen Teil der Eigentümer könnten manche vom Umstieg abhalten, gerade wenn die Investition ohnehin teuer ist.

Für Hausbesitzer, die einen Wechsel planen, lohnt daher der genaue Blick auf den Zeitpunkt: Wer noch in diesem Jahr handelt, profitiert je nach Einkommen unter Umständen von günstigeren Konditionen als in den Jahren danach.

## Quellen

- [Wärmepumpe & Co: Ab wann Sie weniger Fördergeld fürs Heizen bekommen](https://www.adac.de/news/haus-waermepumpe-foerderung-soll-gekuerzt-werden/)
- [Weniger Geld im Fördertopf für den Heizungstausch](https://www.t-online.de/heim-garten/aktuelles/id_101000088/heizungsgesetz-regierung-streicht-foerdermittel-zusammen.html)

