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title: "Fast 300 Ebola-Tote im Kongo: Behandlungszentren dringend gesucht"
description: "In der Demokratischen Republik Kongo sind bei einem schweren Ebola-Ausbruch bereits 291 Menschen gestorben, mehr als 1.100 Fälle sind bestätigt. Die Behandlungszentren sind nahezu voll – und für den grassierenden Virusstamm gibt es weder Impfstoff noch zugelassene Therapie."
category: "Ausland"
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author: "Jonas Keller"
published: 2026-06-26T00:48:18.000Z
updated: 2026-06-26T00:48:18.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/fast-300-ebola-tote-im-kongo-behandlungszentren-dringend-gesucht
tags: ["Ebola", "Demokratische Republik Kongo", "WHO", "Gesundheit", "Afrika", "Epidemie"]
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# Fast 300 Ebola-Tote im Kongo: Behandlungszentren dringend gesucht

In der Demokratischen Republik Kongo sind bei einem schweren Ebola-Ausbruch bereits 291 Menschen gestorben, mehr als 1.100 Fälle sind bestätigt. Die Behandlungszentren sind nahezu voll – und für den grassierenden Virusstamm gibt es weder Impfstoff noch zugelassene Therapie.

In der Demokratischen Republik Kongo breitet sich einer der schwersten Ebola-Ausbrüche der vergangenen Jahre aus. Wie der [Tagesspiegel berichtet](https://www.tagesspiegel.de/wissen/ebola-ausbruch-fast-300-ebola-tote-im-kongo-mehr-behandlungszentren-notig-15759339.html), sind bislang 291 Todesfälle und 1.118 bestätigte Infektionen registriert; die Behörden rechnen damit, dass die Zahl der Toten in wenigen Tagen die Marke von 300 überschreitet.

## Schwerpunkt im Nordosten

Zentrum des Ausbruchs ist die Provinz Ituri im Nordosten des Landes mit der Hauptstadt Bunia. Nach Einschätzung von Fachleuten verläuft die Epidemie ungewöhnlich rasant: In den ersten fünf Wochen lagen die Fallzahlen höher als bei früheren afrikanischen Ebola-Ausbrüchen im selben Zeitraum.

## Ein Virusstamm ohne Impfstoff

Erschwerend kommt der Erreger hinzu: Es handelt sich um den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus. Anders als gegen das bekanntere Zaire-Ebolavirus, gegen das seit einigen Jahren ein zugelassener Impfstoff existiert, gibt es gegen den Bundibugyo-Stamm weder eine Schutzimpfung noch eine zugelassene spezifische Behandlung. Versorgt werden die Erkrankten daher vor allem mit unterstützender Therapie.

## Behandlungszentren am Limit

Die Hilfskräfte stoßen an ihre Grenzen. „Wir müssen Behandlungszentren bauen und die Bettenkapazitäten erhöhen", sagte der Generaldirektor der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC, Jean Kaseya; bereits 95 Prozent der vorhandenen Betten seien belegt. Die Bekämpfung wird zusätzlich durch die schwierige Lage in der Region erschwert: Der Nordosten des Kongo ist von bewaffneten Konflikten, Vertreibung und einer angespannten Versorgungslage geprägt, was den Zugang zu Kranken und die Kontaktverfolgung behindert.

## Wettlauf gegen die Zeit

Die Weltgesundheitsorganisation und Partnerorganisationen haben Reaktionsteams entsandt und Material geliefert. Entscheidend ist, Erkrankte rasch zu isolieren, Kontakte nachzuverfolgen und das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen – in einer Region, in der das Gesundheitssystem ohnehin überlastet ist. Der Ausbruch führt erneut vor Augen, wie groß die Lücken bei Impfstoffen und Therapien gegen seltenere Ebola-Stämme bleiben.

## Quellen

- [Fast 300 Ebola-Tote im Kongo – mehr Behandlungszentren nötig](https://www.tagesspiegel.de/wissen/ebola-ausbruch-fast-300-ebola-tote-im-kongo-mehr-behandlungszentren-notig-15759339.html)
- [Ebola disease caused by Bundibugyo virus – Disease Outbreak News](https://www.who.int/emergencies/disease-outbreak-news/item/2026-DON602)

