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title: "Größter kosmischer Film: Rubin-Observatorium startet Zehnjahresmission"
description: "Auf einem Berg in Chile hat eines der ehrgeizigsten Astronomieprojekte der Geschichte begonnen: Das Vera-C.-Rubin-Observatorium filmt zehn Jahre lang den Südhimmel. Mit einer der größten Digitalkameras der Welt soll ein Zeitraffer des Universums entstehen – und Licht ins Dunkel von Dunkler Materie und Energie bringen."
category: "Wissenschaft"
category_url: https://weltturm.de/kategorie/wissenschaft
author: "Katrin Busch"
published: 2026-07-01T21:50:00.000Z
updated: 2026-07-01T21:50:00.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/groesster-kosmischer-film-rubin-observatorium-startet-zehnjahresmission
tags: ["Astronomie", "Rubin-Observatorium", "LSST", "Chile", "Dunkle Materie"]
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# Größter kosmischer Film: Rubin-Observatorium startet Zehnjahresmission

Auf einem Berg in Chile hat eines der ehrgeizigsten Astronomieprojekte der Geschichte begonnen: Das Vera-C.-Rubin-Observatorium filmt zehn Jahre lang den Südhimmel. Mit einer der größten Digitalkameras der Welt soll ein Zeitraffer des Universums entstehen – und Licht ins Dunkel von Dunkler Materie und Energie bringen.

Es ist kein einzelnes Foto, sondern ein Film über zehn Jahre: Auf dem Cerro Pachón in Chile hat das Vera-C.-Rubin-Observatorium seine eigentliche Mission aufgenommen und beginnt, den Südhimmel systematisch und immer wieder abzulichten.

## Ein Zeitraffer des Universums

Das Vorhaben trägt den Namen [Legacy Survey of Space and Time](https://www.heise.de/news/Groesster-kosmischer-Film-Rubin-Observatory-beginnt-zehnjaehrigen-Zeitraffer-11350591.html), kurz LSST. Über rund zehn Jahre wird das Teleskop denselben Himmel wieder und wieder aufnehmen und so nicht nur ein Standbild, sondern die Veränderung des Kosmos festhalten. Aufblitzende Supernovae, vorbeiziehende Asteroiden, sich langsam verändernde Sterne: Was sich am Nachthimmel bewegt oder aufleuchtet, soll dem Observatorium künftig kaum entgehen.

## Eine Kamera der Superlative

Herzstück ist eine der größten jemals gebauten Digitalkameras. Sie bringt es auf 3,2 Gigapixel, verteilt auf 189 einzelne Sensoren, und sitzt hinter einem Hauptspiegel von 8,4 Metern Durchmesser. Die Datenmengen sind gewaltig: Nach Angaben aus dem Projekt fallen pro Nacht rund zehn Terabyte an Bildern an. Aus dem Vergleich aufeinanderfolgender Aufnahmen erzeugt das System automatisch Millionen von Hinweisen auf Veränderungen am Himmel – Alarme, die Forschende weltweit in nahezu Echtzeit auswerten können.

## Auf der Spur des Unsichtbaren

Die wissenschaftlichen Ziele sind groß. Das Observatorium soll helfen, [Dunkle Materie und Dunkle Energie](https://rubinobservatory.org/) besser zu verstehen – jene rätselhaften Komponenten, die zusammen den weitaus größten Teil des Universums ausmachen, sich aber bislang jeder direkten Beobachtung entziehen. Über die genaue Vermessung von Milliarden Galaxien und die Ausdehnung des Alls erhoffen sich Astronominnen und Astronomen neue Hinweise. Zugleich dürfte der Katalog Tausende bisher unbekannter Asteroiden enthalten – auch solche, deren Bahnen der Erde nahekommen.

## Ein Vermächtnis mit Namen

Benannt ist das Observatorium nach Vera C. Rubin, der US-Astronomin, deren Arbeiten an der Rotation von Galaxien zu den wichtigsten Belegen für die Existenz Dunkler Materie zählen. Getragen wird das Projekt von US-Forschungseinrichtungen, darunter die National Science Foundation und das Energieministerium. Wenn in einem Jahrzehnt die letzte Aufnahme im Kasten ist, wird ein beispielloses Archiv des sich wandelnden Himmels entstanden sein – ein Fundus, an dem Generationen von Forschenden arbeiten dürften.

## Quellen

- [Größter kosmischer Film: Rubin Observatory beginnt zehnjährigen Zeitraffer](https://www.heise.de/news/Groesster-kosmischer-Film-Rubin-Observatory-beginnt-zehnjaehrigen-Zeitraffer-11350591.html)
- [Vera C. Rubin Observatory](https://rubinobservatory.org/)

