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title: "Handwerkerbonus wird gekürzt: Ab 2027 nur noch 900 Euro statt 1200"
description: "Die Koalition will den Steuerbonus für Handwerkerleistungen von 20 auf 15 Prozent senken. Die maximale Ersparnis sinkt damit ab 2027 von 1.200 auf 900 Euro pro Jahr. Wer noch 2026 zahlt, sichert sich den vollen Vorteil."
category: "Wirtschaft"
category_url: https://weltturm.de/kategorie/wirtschaft
author: "Sophie Lang"
published: 2026-07-05T18:19:15.000Z
updated: 2026-07-05T18:19:15.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/handwerkerbonus-wird-gekuerzt-ab-2027-nur-noch-900-euro-statt-1200
tags: ["Steuern", "Handwerkerbonus", "Koalition", "Verbraucher", "Renovierung"]
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# Handwerkerbonus wird gekürzt: Ab 2027 nur noch 900 Euro statt 1200

Die Koalition will den Steuerbonus für Handwerkerleistungen von 20 auf 15 Prozent senken. Die maximale Ersparnis sinkt damit ab 2027 von 1.200 auf 900 Euro pro Jahr. Wer noch 2026 zahlt, sichert sich den vollen Vorteil.

Wer Handwerker im eigenen Haushalt beschäftigt, kann bislang einen Teil der Kosten von der Steuer absetzen. Dieser Vorteil soll kleiner werden: Die Koalition plant, den sogenannten Handwerkerbonus deutlich zu kürzen.

## Von 20 auf 15 Prozent

Bisher lassen sich 20 Prozent der reinen Arbeitskosten direkt von der Einkommensteuer abziehen, maximal 1.200 Euro im Jahr. Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hat sich am 2. Juli 2026 darauf verständigt, diesen Satz auf 15 Prozent zu senken. Damit sinkt die maximale jährliche Ersparnis auf 900 Euro, wie unter anderem die [Deutsche Handwerks Zeitung](https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/gekuerzter-handwerkerbonus-nimmt-jetzt-die-schwarzarbeit-zu-380769/) berichtet.

Die Kürzung ist Teil einer größeren Einkommensteuerreform, die ab dem 1. Januar 2027 greifen und die Bürger unterm Strich entlasten soll. Beschlossen ist sie aber noch nicht: Bundestag und Bundesrat müssen dem Vorhaben erst zustimmen.

## Was der Bonus überhaupt bringt

Der Handwerkerbonus gilt für Renovierungen, Reparaturen und Modernisierungen im eigenen Haushalt. Wichtig ist: Begünstigt sind nur Lohn-, Fahrt- und Maschinenkosten, nicht das Material. Die Obergrenze der anrechenbaren Arbeitskosten bleibt bei 6.000 Euro im Jahr. Wer diese ausschöpft, kommt heute auf die maximale Ersparnis von 1.200 Euro, künftig auf 900 Euro. Der Unterschied beträgt also bis zu 300 Euro pro Jahr.

## Das Zahlungsdatum entscheidet

Für Haushalte, die größere Arbeiten planen, lohnt ein Blick auf den Kalender. Steuerlich zählt nicht, wann der Auftrag vergeben wird, sondern wann die Rechnung bezahlt ist. Wer eine anstehende Renovierung noch im Jahr 2026 begleicht, sichert sich die volle Förderung von 20 Prozent. Wird erst 2027 gezahlt, greift die gekürzte Regelung.

## Sorge vor mehr Schwarzarbeit

Nicht alle halten die Kürzung für klug. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt, dass ein geringerer Steuervorteil den Anreiz senken könnte, Handwerker legal zu beauftragen. Die Folge wäre möglicherweise mehr Schwarzarbeit, wie [finanzen.net](https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/iw-gekuerzter-handwerkerbonus-koennte-schwarzarbeit-foerdern-15778948) berichtet. Genau das wollte der Bonus ursprünglich verhindern.

Ob die Rechnung der Koalition aufgeht, den Staatshaushalt zu entlasten, ohne die Schattenwirtschaft zu befördern, wird sich erst nach Inkrafttreten zeigen. Bis dahin gilt für Verbraucher: Wer den vollen Vorteil will, sollte die Zahlung nicht ins neue Jahr schieben.

## Quellen

- [Gekürzter Handwerkerbonus: Nimmt jetzt die Schwarzarbeit zu?](https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/gekuerzter-handwerkerbonus-nimmt-jetzt-die-schwarzarbeit-zu-380769/)
- [IW: Gekürzter Handwerkerbonus könnte Schwarzarbeit fördern](https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/iw-gekuerzter-handwerkerbonus-koennte-schwarzarbeit-foerdern-15778948)

