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title: "Immobilienpreise in Deutschland steigen wieder, aber langsamer"
description: "Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland legen wieder zu – im vierten Quartal 2025 um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch das Tempo lässt nach, und zwischen Großstadt und Land klaffen die Entwicklungen weit auseinander."
category: "Wirtschaft"
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author: "Paul Wagner"
published: 2026-06-25T06:48:31.000Z
updated: 2026-06-25T06:48:31.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/immobilienpreise-in-deutschland-steigen-wieder-aber-langsamer
tags: ["Immobilien", "Wohnungsmarkt", "Statistisches Bundesamt", "Häuserpreise", "Wirtschaft"]
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# Immobilienpreise in Deutschland steigen wieder, aber langsamer

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland legen wieder zu – im vierten Quartal 2025 um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch das Tempo lässt nach, und zwischen Großstadt und Land klaffen die Entwicklungen weit auseinander.

Der deutsche Immobilienmarkt hat die Talsohle hinter sich gelassen – aber der Aufschwung verliert an Schwung. Nach den jüngsten amtlichen Zahlen des [Statistischen Bundesamts](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_101_61262.html) stiegen die Preise für Wohnimmobilien im vierten Quartal 2025 um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Gegenüber dem Vorquartal betrug das Plus jedoch nur noch 0,1 Prozent – ein Zeichen, dass sich die Erholung verlangsamt.

## Stadt und Land driften auseinander

Auffällig ist das regionale Gefälle. Bei Eigentumswohnungen zahlten Käuferinnen und Käufer in dünn besiedelten ländlichen Kreisen 5,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, in kreisfreien Großstädten außerhalb der sieben größten Metropolen 4,8 Prozent. In den sieben größten Städten – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf – fiel der Anstieg mit 2,1 Prozent deutlich geringer aus.

Ein ähnliches Muster zeigt sich bei Ein- und Zweifamilienhäusern: In ländlichen Regionen verteuerten sie sich um 3,2 Prozent, in Großstädten um 3,1 Prozent und in den Metropolen nur um 1,5 Prozent. Im Quartalsvergleich gingen die Preise für Eigentumswohnungen in den Metropolen sogar um 1,6 Prozent zurück, während sie auf dem Land um 2,6 Prozent zulegten.

## Nach dem Absturz eine vorsichtige Erholung

Zur Einordnung lohnt der Blick zurück: 2022 und 2023 waren die Immobilienpreise unter dem Druck stark gestiegener Bauzinsen, hoher Inflation und schwacher Nachfrage massiv eingebrochen. Dass die Preise nun wieder steigen, markiert eine Trendwende – allerdings auf moderatem Niveau und längst nicht zurück auf den Stand des Booms von 2021.

## Zinsen bremsen weiter

Ein wesentlicher Grund für die gedämpfte Dynamik bleiben die Finanzierungskosten. Bauzinsen liegen weiterhin deutlich über dem Niveau der Niedrigzinsjahre, was die Finanzierbarkeit für viele Haushalte begrenzt. Hinzu kommen hohe Baukosten und eine über Jahre zu geringe Neubautätigkeit, die das Angebot knapp halten.

Unterm Strich zeichnet sich ein Markt ab, der sich stabilisiert hat, aber von einem neuen Boom weit entfernt ist: Wer kaufen will, findet verlässlichere Bedingungen als im Krisenjahr 2023 – doch die niedrigen Preise jener Zeit sind vorbei.

## Quellen

- [Preise für Wohnimmobilien im 4. Quartal 2025: +3,0 % zum Vorjahresquartal](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_101_61262.html)
- [Quartalszahlen: Immobilienpreise steigen langsamer](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/quartalszahlen-immobilienpreise-steigen-langsamer/100235717.html)

