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title: "IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland auf 0,7 Prozent"
description: "Der Internationale Währungsfonds erwartet für Deutschland in diesem Jahr nur noch 0,7 Prozent Wachstum. Als Grund nennt der IWF vor allem die Folgen des Iran-Kriegs: Höhere Energiepreise bremsen die ohnehin schwache deutsche Konjunktur zusätzlich."
category: "Inland"
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author: "Gabriele Vogel"
published: 2026-07-08T15:19:21.000Z
updated: 2026-07-08T15:19:21.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/iwf-senkt-wachstumsprognose-fuer-deutschland-auf-0-7-prozent
tags: ["IWF", "Konjunktur", "Wirtschaft", "Deutschland", "Energiepreise"]
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# IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland auf 0,7 Prozent

Der Internationale Währungsfonds erwartet für Deutschland in diesem Jahr nur noch 0,7 Prozent Wachstum. Als Grund nennt der IWF vor allem die Folgen des Iran-Kriegs: Höhere Energiepreise bremsen die ohnehin schwache deutsche Konjunktur zusätzlich.

Die deutsche Wirtschaft kommt nicht in Schwung, und nun trübt sich der Ausblick weiter ein. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland gesenkt und erwartet für das laufende Jahr nur noch ein Plus von 0,7 Prozent, [wie das Handelsblatt berichtet](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/deutsche-wirtschaft-iwf-rechnet-mit-noch-schwaecherem-wachstum-in-deutschland/100238851.html).

## Kleine Zahl, deutliche Botschaft

Gegenüber der vorherigen Schätzung nahm der IWF die Erwartung für 2026 um 0,1 Prozentpunkte zurück. Für 2027 rechnet der Fonds mit 1,0 Prozent, hier fiel die Korrektur mit 0,2 Prozentpunkten nach unten größer aus. Beide Werte zeigen: Von einem kräftigen Aufschwung ist Deutschland weit entfernt.

Im internationalen Vergleich fällt die größte Volkswirtschaft Europas zurück. Die Weltwirtschaft soll in diesem Jahr um 3,0 Prozent wachsen, der Euroraum immerhin um 0,9 Prozent. Deutschland bleibt also spürbar unter dem Durchschnitt der eigenen Währungsunion.

## Der Iran-Krieg als Bremsklotz

Als wesentlichen Grund für die Abwärtskorrektur nennt der IWF die Folgen des Iran-Kriegs. Durch die Spannungen rund um die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für den Energietransport, sind die Energiepreise gestiegen. Sie liegen nach Angaben des Fonds etwa 25 Prozent höher als vor dem Krieg, [wie auch n-tv berichtet](https://www.n-tv.de/wirtschaft/IWF-rechnet-erst-fuer-naechstes-Jahr-mit-mehr-Wachstum-id31063633.html).

Für ein Land wie Deutschland, das viel Energie einführt, wirken teure Öl- und Gaspreise wie eine zusätzliche Last. Sie verteuern die Produktion, treiben die Inflation und dämpfen den Konsum. Was geopolitisch weit weg erscheint, schlägt so direkt auf Konjunktur und Preise durch.

## Eine Wirtschaft im Dauertief

Die schwache Prognose reiht sich in eine längere Phase der Stagnation ein. Deutschland kämpft seit geraumer Zeit mit einer trägen Konjunktur, hohen Kosten und struktureller Unsicherheit. Ein Wert von deutlich unter einem Prozent bedeutet: Die Wirtschaft tritt weitgehend auf der Stelle, statt spürbar zu wachsen.

Der IWF geht davon aus, dass sich die Lage etwas entspannt, sollte sich die Situation am Golf beruhigen. Verschärft sie sich dagegen weiter, könnte es auch schlechter kommen als vorhergesagt. Für die Bundesregierung erhöht das den Druck, im Inland Wachstumskräfte zu stärken, wo die weltpolitische Lage kaum zu beeinflussen ist.

## Quellen

- [Deutsche Wirtschaft: IWF rechnet mit noch schwächerem Wachstum in Deutschland](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/deutsche-wirtschaft-iwf-rechnet-mit-noch-schwaecherem-wachstum-in-deutschland/100238851.html)
- [IWF rechnet erst für nächstes Jahr mit mehr Wachstum](https://www.n-tv.de/wirtschaft/IWF-rechnet-erst-fuer-naechstes-Jahr-mit-mehr-Wachstum-id31063633.html)

