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title: "Metall- und Elektroindustrie: Weniger Investitionen, mehr Jobs im Ausland"
description: "Die deutsche Metall- und Elektroindustrie kehrt dem Standort zunehmend den Rücken. Laut einer Umfrage des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall will fast die Hälfte der Betriebe weniger investieren – und viele bauen lieber im Ausland auf. Als Gründe gelten hohe Kosten und Bürokratie."
category: "Wirtschaft"
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author: "Michael Schäfer"
published: 2026-06-29T15:48:19.000Z
updated: 2026-06-29T15:48:19.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/metall-und-elektroindustrie-weniger-investitionen-mehr-jobs-im-ausland
tags: ["Industrie", "Gesamtmetall", "Standort Deutschland", "Arbeitsplätze", "Wirtschaft"]
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# Metall- und Elektroindustrie: Weniger Investitionen, mehr Jobs im Ausland

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie kehrt dem Standort zunehmend den Rücken. Laut einer Umfrage des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall will fast die Hälfte der Betriebe weniger investieren – und viele bauen lieber im Ausland auf. Als Gründe gelten hohe Kosten und Bürokratie.

Die Metall- und Elektroindustrie ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – doch ihre Unternehmen blicken zunehmend skeptisch auf den eigenen Standort. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie weit die Verunsicherung reicht.

## Die Zahlen der Umfrage

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall befragte rund tausend Betriebe der Branche. Das Ergebnis: [44 Prozent wollen in diesem Jahr ihre Investitionen kürzen](https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/industrie-metall-und-elektroindustrie-investiert-weniger-und-verlagert-jobs-ins-ausland/100236677.html), rund ein Viertel plant, die Produktion zu drosseln. Gleichzeitig zieht es viele ins Ausland: Etwa ein Drittel der Unternehmen will dort mehr investieren, ein ähnlicher Anteil rechnet mit zusätzlichen Stellen jenseits der Grenzen. Der Trend ist eindeutig – das Geld und die Arbeitsplätze wandern.

## Die Gründe

Die Branche nennt klare Ursachen. Hauptgeschäftsführer Oliver Zander verweist auf [hohe Steuern, Energie- und Arbeitskosten](https://www.zdfheute.de/wirtschaft/metall-elektro-arbeitsplatz-job-abbau-gesamtmetall-100.html), die Deutschland im internationalen Vergleich teuer machten. Hinzu kämen Bürokratie und eine schwache Auslastung der Werke. In der Summe falle es Unternehmen schwer, hierzulande noch wettbewerbsfähig zu produzieren.

## Spürbarer Stellenabbau

Die Folgen lassen sich bereits an der Beschäftigung ablesen. Die Branche, die in Deutschland Millionen Menschen Arbeit gibt, hat in den vergangenen Jahren Hunderttausende Stellen verloren; nach Angaben aus der Industrie geht der Abbau Monat für Monat weiter. Damit verschwinden nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch technisches Wissen und Steuerkraft – ein schleichender Aderlass für den Industriestandort.

## Der Ruf nach Entlastung

Gesamtmetall fordert von der Politik grundlegende Reformen: weniger Bürokratie, niedrigere Energiekosten und steuerliche Entlastungen. Die Botschaft des Verbands ist eindringlich: Ohne spürbare Verbesserungen der Rahmenbedingungen werde sich die Abwanderung fortsetzen. Für die Bundesregierung, die ohnehin über ein großes Reformpaket berät, erhöht das den Druck, beim Thema Standortkosten zu liefern.

## Quellen

- [Metall- und Elektroindustrie investiert weniger und verlagert Jobs ins Ausland](https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/industrie-metall-und-elektroindustrie-investiert-weniger-und-verlagert-jobs-ins-ausland/100236677.html)
- [Metallbranche rechnet mit Wegfall Zehntausender Jobs](https://www.zdfheute.de/wirtschaft/metall-elektro-arbeitsplatz-job-abbau-gesamtmetall-100.html)

