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title: "Palliativarzt gesteht Tötung von zwölf Patienten"
description: "Im Berliner Mordprozess gegen einen Palliativmediziner hat der Angeklagte ein Teilgeständnis abgelegt: Er räumte zwölf der 15 angeklagten Tötungen ein. Der Prozess wird mit psychiatrischen Gutachten fortgesetzt – ein Urteil steht noch aus."
category: "Inland"
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author: "Felix Brandt"
published: 2026-06-29T01:48:13.000Z
updated: 2026-06-29T01:48:13.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/palliativarzt-gesteht-toetung-von-zwoelf-patienten
tags: ["Berlin", "Justiz", "Prozess", "Palliativmedizin", "Kriminalität"]
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# Palliativarzt gesteht Tötung von zwölf Patienten

Im Berliner Mordprozess gegen einen Palliativmediziner hat der Angeklagte ein Teilgeständnis abgelegt: Er räumte zwölf der 15 angeklagten Tötungen ein. Der Prozess wird mit psychiatrischen Gutachten fortgesetzt – ein Urteil steht noch aus.

Es ist eine Wende in einem der aufsehenerregendsten Strafprozesse der vergangenen Jahre: Vor dem Berliner Landgericht hat ein angeklagter Palliativmediziner gestanden, mehrere seiner Patientinnen und Patienten getötet zu haben.

## Das Geständnis

Der 41-jährige Arzt räumte ein, [zwölf der insgesamt 15 ihm vorgeworfenen Tötungen begangen zu haben](https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/arzt-berlin-morde-patienten-gestaendnis-prozess-100.html). Er sprach am 54. Verhandlungstag rund eine halbe Stunde lang, übernahm die Verantwortung für sein Handeln und entschuldigte sich bei den Angehörigen. Wichtig zur Einordnung: Ein Geständnis ist kein Urteil – die rechtliche Bewertung trifft erst das Gericht am Ende des Verfahrens.

## Die Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mediziner vor, zwischen September 2021 und Juli 2024 im Rahmen seiner Tätigkeit Patienten getötet zu haben. Festgenommen wurde er Anfang August 2024; seither sitzt er in Untersuchungshaft. Der Prozess läuft seit Juli 2025. Die Anklage geht von Mord aus und bestreitet die Darstellung, der Arzt habe aus Mitleid gehandelt: Bei den Opfern habe der Tod vielfach nicht unmittelbar bevorgestanden.

## Skepsis bei den Angehörigen

Vertreter der Nebenkläger zeigten sich skeptisch, ob das Geständnis die wahren Beweggründe offenlegt. Angehörige schilderten, dass die Verstorbenen keineswegs sterben wollten. Diese Stimmen verdeutlichen die besondere Tragweite des Falls: Es geht um das Vertrauen in eine Berufsgruppe, die Schwerstkranke in ihren letzten Lebensphasen begleitet.

## Ein Fall mit ungeklärtem Ausmaß

Über die angeklagten Fälle hinaus ermitteln die Behörden in rund 76 weiteren verdächtigen Todesfällen, die mit dem Arzt in Verbindung gebracht werden. Sollte sich der Verdacht in weiteren Verfahren erhärten, wäre es einer der schwersten Fälle dieser Art in der deutschen Justizgeschichte. Endgültige Schlüsse verbieten sich hier jedoch – diese Fälle sind bislang nicht angeklagt.

## Wie es weitergeht

Das Gericht will in den nächsten Verhandlungstagen offene Fragen zum Geständnis klären und ein psychiatrisches Gutachten zur Schuldfähigkeit des Angeklagten einholen. Erst nach Abschluss der Beweisaufnahme folgen die Plädoyers und schließlich das Urteil. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung in den noch nicht eingeräumten Punkten.

## Quellen

- [Mordprozess gegen Palliativarzt geht nach Geständnis weiter](https://www.tagesspiegel.de/berlin/kriminalitat-mordprozess-gegen-palliativarzt-geht-nach-gestandnis-weiter-15771811.html)
- [Berliner Palliativarzt gesteht Tötung von zwölf Patienten](https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/arzt-berlin-morde-patienten-gestaendnis-prozess-100.html)

