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title: "Prämienstreit im Tennis: Profis kürzen Pressekonferenzen vor Wimbledon"
description: "Kurze Pressekonferenzen als stilles Protestmittel: Topspielerinnen und -spieler wie Aryna Sabalenka und Jannik Sinner begrenzen vor Wimbledon ihre Medienauftritte – im Streit um einen größeren Anteil an den Milliardeneinnahmen der Grand Slams."
category: "Sport"
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author: "Johanna Weber"
published: 2026-06-27T19:43:33.000Z
updated: 2026-06-27T19:43:33.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/praemienstreit-im-tennis-profis-kuerzen-pressekonferenzen-vor-wimbledon
tags: ["Tennis", "Wimbledon", "Prämienstreit", "Sabalenka", "Sinner", "Grand Slam"]
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# Prämienstreit im Tennis: Profis kürzen Pressekonferenzen vor Wimbledon

Kurze Pressekonferenzen als stilles Protestmittel: Topspielerinnen und -spieler wie Aryna Sabalenka und Jannik Sinner begrenzen vor Wimbledon ihre Medienauftritte – im Streit um einen größeren Anteil an den Milliardeneinnahmen der Grand Slams.

Vor dem Start von Wimbledon setzen die besten Tennisprofis der Welt ein bewusst leises Zeichen – mit auffällig kurzen Pressekonferenzen.

## Acht Minuten und eine Entschuldigung

Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka beendete ihren Medientermin nach rund acht Minuten und entschuldigte sich bei den Journalisten, [wie die Sportschau berichtet](https://www.sportschau.de/tennis/tennis-praemienstreit-fuehrt-erneut-zu-protestaktion,tennis-praemienstreit-100.html). Gemeinsam mit Jannik Sinner und weiteren Topstars begrenzten mehrere Spieler ihre Pressekonferenzen bewusst auf wenige Minuten – als koordiniertes Protestsignal. Eine ähnliche Aktion hatte es bereits bei den French Open gegeben.

## Worum es geht

Profitennisspieler tragen als Einzelunternehmer ihre Kosten für Trainer, Physiotherapeuten und Reisen selbst. Während die Einnahmen der vier Grand-Slam-Turniere stark gestiegen sind, halten die Spieler ihren Anteil für zu gering. „Wir tun das für die Tour, nicht für uns selbst", sagte Sabalenka – es gehe vor allem um jene Spieler im Mittelfeld der Rangliste, die sich kaum ein Betreuerteam leisten könnten. Sinner ergänzte laut [Tagesspiegel](https://www.tagesspiegel.de/sport/wimbledon-tennis-pramienstreit-fuhrt-erneut-zu-protestaktion-15767899.html), die Gespräche mit den Veranstaltern liefen besser, man sei aber „noch nicht an dem Punkt", an dem man zufrieden sei.

## Mehr Preisgeld – und doch Streit

Wimbledon schüttet in diesem Jahr ein Rekordpreisgeld aus: rund 64,2 Millionen Pfund, ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Einzelsieger erhalten 3,6 Millionen Pfund, schon ein Erstrunden-Aus wird mit 80.000 Pfund vergütet. Den Spielern reicht das nicht: Die Einnahmen der Turniere durch TV-Rechte, Sponsoring und Tickets wüchsen noch schneller. Eine offizielle Reaktion der Grand-Slam-Veranstalter auf die konkreten Forderungen liegt bislang nicht vor.

## Djokovic bleibt fern

Auffällig ist, dass Novak Djokovic – der als einer der Mitbegründer der Spielergewerkschaft PTPA gilt – sich an dieser Aktion nicht beteiligte. Gründe dafür nannte er öffentlich nicht. Ob der Druck kurz vor dem wichtigsten Rasenturnier des Jahres die Veranstalter zu Zugeständnissen bewegt, bleibt offen. Die Spieler jedenfalls haben deutlich gemacht: Sie werden nicht schweigen – auch wenn sie gerade schweigen.

## Quellen

- [Tennis-Prämienstreit führt erneut zu Protestaktion](https://www.sportschau.de/tennis/tennis-praemienstreit-fuehrt-erneut-zu-protestaktion,tennis-praemienstreit-100.html)
- [Wimbledon: Tennis-Prämienstreit führt erneut zu Protestaktion](https://www.tagesspiegel.de/sport/wimbledon-tennis-pramienstreit-fuhrt-erneut-zu-protestaktion-15767899.html)

