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title: "RKI schätzt Tausende Hitzetote in Deutschland im Juni"
description: "Die Hitzewelle Ende Juni hat in Deutschland nach Schätzung des Robert Koch-Instituts Tausende zusätzliche Todesfälle verursacht. Es handelt sich um eine statistische Übersterblichkeit, keine gezählten Einzelfälle. Am stärksten betroffen waren alte Menschen."
category: "Inland"
category_url: https://weltturm.de/kategorie/inland
author: "Mia Köhler"
published: 2026-07-09T09:19:21.000Z
updated: 2026-07-09T09:19:21.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/rki-schaetzt-tausende-hitzetote-in-deutschland-im-juni
tags: ["RKI", "Hitze", "Gesundheit", "Übersterblichkeit", "Klima"]
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# RKI schätzt Tausende Hitzetote in Deutschland im Juni

Die Hitzewelle Ende Juni hat in Deutschland nach Schätzung des Robert Koch-Instituts Tausende zusätzliche Todesfälle verursacht. Es handelt sich um eine statistische Übersterblichkeit, keine gezählten Einzelfälle. Am stärksten betroffen waren alte Menschen.

Die Hitze hat einen hohen Preis gefordert: Nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) sind während der Hitzewelle im Juni in Deutschland mehrere Tausend Menschen zusätzlich gestorben, [wie der Tagesspiegel berichtet](https://www.tagesspiegel.de/gesundheit/folgen-der-hitzewelle-im-juni-rki-geht-von-tausenden-toten-aus-15821681.html). Die Zahl macht deutlich, wie gefährlich extreme Temperaturen für den Körper sind, gerade für ältere und geschwächte Menschen.

## Eine Schätzung, keine gezählten Fälle

Wichtig zum Verständnis: Bei der Zahl handelt es sich nicht um konkret gezählte Hitzetote, sondern um eine statistische Schätzung der sogenannten Übersterblichkeit. Das RKI vergleicht dafür die tatsächlichen Sterbefallzahlen mit den Werten, die für den Zeitraum normalerweise zu erwarten wären. Die Differenz, die sich in heißen Wochen zeigt, wird der Hitze zugerechnet.

Dieser Umweg ist nötig, weil Hitze auf Totenscheinen selten als Todesursache steht. Sie wirkt oft indirekt, indem sie bestehende Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden verschärft. Der statistische Blick auf die Sterbezahlen macht den Effekt trotzdem sichtbar.

## Vor allem alte Menschen betroffen

Die Auswertung zeigt ein klares Muster: Am stärksten betroffen waren hochbetagte Menschen. Der weitaus größte Teil der geschätzten zusätzlichen Todesfälle entfällt auf die Altersgruppen ab 75 und besonders ab 85 Jahren. Ihr Körper kann Hitze schlechter ausgleichen, und viele haben Vorerkrankungen, die das Risiko erhöhen.

Der Schwerpunkt lag in der besonders heißen letzten Juniwoche, in der die Temperaturen vielerorts extreme Werte erreichten und auch die Nächte kaum Abkühlung brachten. Gerade fehlende nächtliche Erholung macht anhaltende Hitze so belastend.

## Mehr als in einem normalen Jahr

Zur Einordnung: In den vergangenen Jahren lag die geschätzte Zahl hitzebedingter Todesfälle im Schnitt bei einigen Tausend pro gesamtem Sommer. Dass allein die Juni-Welle einen so großen Anteil ausmacht, unterstreicht, wie außergewöhnlich intensiv diese Hitzeperiode war.

Fachleute verweisen darauf, dass solche Extreme im Zuge des Klimawandels häufiger und heftiger werden dürften. Umso wichtiger sei Vorsorge.

## Was helfen kann

Gegen hitzebedingte Todesfälle lässt sich einiges tun. Bund, Länder und Kommunen arbeiten seit einigen Jahren an Hitzeschutzplänen. Dazu gehören Frühwarnsysteme, geschulte Pflegekräfte, kühle Rückzugsorte und gezielte Ansprache gefährdeter Menschen.

Wichtig ist aber auch der Alltag: ausreichend trinken, die Mittagshitze meiden, Wohnungen kühl halten, und vor allem aufeinander achten. Ein regelmäßiger Blick auf ältere Angehörige und Nachbarn kann in einer Hitzewelle über Leben und Tod entscheiden.

## Quellen

- [Folgen der Hitzewelle im Juni: RKI geht von Tausenden Toten aus](https://www.tagesspiegel.de/gesundheit/folgen-der-hitzewelle-im-juni-rki-geht-von-tausenden-toten-aus-15821681.html)
- [RKI-Schätzung: Tausende Tote durch Hitzewelle Ende Juni](https://www.rnz.de/politik/panorama_artikel,-Folgen-der-Hitze-RKI-Schaetzung-Tausende-Tote-durch-Hitzewelle-Ende-Juni-_arid,2372528.html)

