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title: "Spirituosen werden teurer: Regierung will Steuer auf Schnaps um 20 Prozent erhöhen"
description: "Rum, Wodka, Korn: Zum 1. Januar 2027 soll die Steuer auf Spirituosen um 20 Prozent steigen, auch Sekt und Alkopops sind betroffen. Der Bund erhofft sich 455 Millionen Euro pro Jahr und begründet den Schritt auch mit dem Gesundheitsschutz. Die Branche läuft dagegen Sturm."
category: "Wirtschaft"
category_url: https://weltturm.de/kategorie/wirtschaft
author: "Sophie Lang"
published: 2026-07-06T18:19:10.000Z
updated: 2026-07-06T18:19:10.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/spirituosen-werden-teurer-regierung-will-steuer-auf-schnaps-um-20-prozent-erhoeh
tags: ["Spirituosensteuer", "Alkoholsteuer", "Haushalt", "Lars Klingbeil", "Gesundheit"]
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# Spirituosen werden teurer: Regierung will Steuer auf Schnaps um 20 Prozent erhöhen

Rum, Wodka, Korn: Zum 1. Januar 2027 soll die Steuer auf Spirituosen um 20 Prozent steigen, auch Sekt und Alkopops sind betroffen. Der Bund erhofft sich 455 Millionen Euro pro Jahr und begründet den Schritt auch mit dem Gesundheitsschutz. Die Branche läuft dagegen Sturm.

Der Griff zur Schnapsflasche wird teurer: Als Teil ihres Sparkurses für den Haushalt will die Bundesregierung die Steuer auf Spirituosen kräftig anheben. Rund um Rum, Wodka und Korn soll sich zum Jahreswechsel 2027 einiges ändern.

## Zwanzig Prozent mehr ab 2027

Geplant ist, die Steuersätze für Spirituosen zum [1. Januar 2027 um 20 Prozent zu erhöhen](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/finanzen-steuer-auf-spirituosen-soll-um-20-prozent-steigen/100238262.html). Betroffen sind nicht nur klassische Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn, sondern auch Champagner und Sekt, Likörweine sowie Alkopops. Ausgenommen bleiben Bier und Wein, für den es ohnehin keine spezielle Verbrauchsteuer gibt.

Für den einzelnen Einkauf hält sich der Aufschlag in Grenzen: Bei einer Flasche Schnaps summiert er sich je nach Alkoholgehalt auf etwa ein bis zwei Euro, bei einer Flasche Sekt auf wenige Cent. In der Masse aber ist die Rechnung für den Staat beträchtlich.

## 455 Millionen für den Haushalt

Das Bundesfinanzministerium kalkuliert mit [jährlichen Mehreinnahmen von rund 455 Millionen Euro](https://www.tagesspiegel.de/politik/finanzen-steuer-auf-spirituosen-soll-um-20-prozent-steigen-15808022.html), die in den Bundeshaushalt fließen sollen. Die Erhöhung ist damit einer von vielen Bausteinen, mit denen die Regierung die Lücken im Etat schließen will.

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) verbindet die Steuer aber ausdrücklich auch mit einem gesundheitspolitischen Ziel. „Was krank macht, wird teurer", brachte er die Logik auf den Punkt. Eine Expertenkommission hatte höhere Alkoholpreise empfohlen, um den Konsum zu senken. Nach ihrer Schätzung ließen sich so pro Jahr etwa 1000 Krebserkrankungen vermeiden, dazu Kosten durch Unfälle, besonders beim Rauschtrinken junger Menschen.

## Die Branche wehrt sich

In der Spirituosenwirtschaft stößt der Plan auf scharfen Widerstand. Der Branchenverband verweist darauf, dass Spirituosen schon heute den Löwenanteil der Alkoholsteuer tragen, obwohl sie mengenmäßig nur einen kleinen Teil des Alkoholmarktes ausmachen. Eine weitere Erhöhung treffe vor allem kleine und mittlere Hersteller, den Einzelhandel und die Gastronomie, in einer Zeit, in der die Verbraucher ohnehin aufs Geld schauten.

Zudem bezweifelt die Branche die Einnahmeprognose des Ministeriums: Wenn die höheren Preise den Absatz spürbar drücken, könnte am Ende deutlich weniger als die erhofften 455 Millionen Euro in der Kasse landen. Ob die Rechnung des Bundes aufgeht, wird sich also erst zeigen, wenn die neue Steuer tatsächlich greift, und die Verbraucher an der Ladentheke reagieren.

## Quellen

- [Finanzen: Steuer auf Spirituosen soll um 20 Prozent steigen](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/finanzen-steuer-auf-spirituosen-soll-um-20-prozent-steigen/100238262.html)
- [Steuer auf Spirituosen soll um 20 Prozent steigen](https://www.tagesspiegel.de/politik/finanzen-steuer-auf-spirituosen-soll-um-20-prozent-steigen-15808022.html)

