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title: "Versuchte Sabotage an der Gasversorgung: Generalbundesanwalt lässt durchsuchen"
description: "Der Generalbundesanwalt geht dem Verdacht eines versuchten Sabotageakts gegen die deutsche Gasversorgung nach. Ermittler durchsuchten Objekte in Berlin und Frankfurt am Main, die mit dem Umfeld der früheren Gazprom-Tochter SEFE in Verbindung stehen. Es gilt die Unschuldsvermutung."
category: "Inland"
category_url: https://weltturm.de/kategorie/inland
author: "Thomas Krüger"
published: 2026-06-24T10:55:00.000Z
updated: 2026-06-24T10:55:00.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/versuchte-sabotage-an-der-gasversorgung-generalbundesanwalt-laesst-durchsuchen
tags: ["Generalbundesanwalt", "Sabotage", "Russland", "Gasversorgung", "SEFE", "kritische Infrastruktur"]
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# Versuchte Sabotage an der Gasversorgung: Generalbundesanwalt lässt durchsuchen

Der Generalbundesanwalt geht dem Verdacht eines versuchten Sabotageakts gegen die deutsche Gasversorgung nach. Ermittler durchsuchten Objekte in Berlin und Frankfurt am Main, die mit dem Umfeld der früheren Gazprom-Tochter SEFE in Verbindung stehen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Generalbundesanwalt (GBA) hat im Zusammenhang mit dem Verdacht eines versuchten Sabotageakts gegen die deutsche Gasversorgung Durchsuchungen veranlasst. Nach übereinstimmenden Medienberichten richten sich die Ermittlungen gegen Verdächtige mit mutmaßlich russischem Hintergrund; im Fokus steht das Umfeld der früheren Gazprom-Tochter SEFE.

## Was bislang bekannt ist

Nach Recherchen mehrerer Nachrichtenagenturen und Redaktionen durchsuchten Ermittler Objekte in Berlin sowie bei einem Unternehmen in Frankfurt am Main. Die Maßnahmen sollen im Zusammenhang mit dem Verdacht der [versuchten Sabotage](https://www.zeit.de/news/2026-06/24/versuchte-sabotage-durchsuchungen-zu-ex-gazprom-tochter) stehen und einen Bezug zur ehemaligen Gazprom-Tochter aufweisen. Die genaue Zahl der Beschuldigten, der durchsuchten Objekte sowie die Frage, ob es zu Festnahmen kam, waren aus unabhängig überprüfbaren Quellen zunächst nicht abschließend zu bestätigen.

## Der Vorwurf

Dem Vernehmen nach soll sich der Verdacht auf einen versuchten Eingriff in die Gasinfrastruktur richten. Welche konkrete Anlage – etwa ein Gasspeicher, ein Verteilnetz oder eine andere Einrichtung der Versorgung – das Ziel gewesen sein soll, und ob ein staatlicher russischer Auftrag dahintersteht, ist auf Grundlage öffentlich verfügbarer, unabhängiger Quellen noch nicht zweifelsfrei belegt. Diese Punkte müssen als noch nicht abschließend bestätigt gelten.

Dass russische Stellen verstärkt kritische Infrastruktur in Deutschland ins Visier nehmen, ist allerdings durch Sicherheitsbehörden dokumentiert. Das [Bundesamt für Verfassungsschutz](https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/spionage-und-proliferationsabwehr/gefaehrdung-russische-spionage-sabotage-desinformation.html) warnt seit Längerem vor russischer Spionage, Sabotage und Desinformation gegen kritische Infrastruktur.

## Wer SEFE ist

SEFE (Securing Energy for Europe) ging aus der Gazprom Germania hervor. Das Unternehmen wurde im April 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine unter Treuhandverwaltung gestellt und anschließend vom Bund übernommen, also faktisch verstaatlicht. In welcher Rolle das Unternehmen oder Personen aus seinem Umfeld in dem aktuellen Verfahren stehen – als mögliche Geschädigte, als Tatort oder anderweitig –, ist aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig.

## Rechtliche Einordnung

Für Ermittlungen mit Bezug zu Staatsschutz, Spionage und Sabotage gegen kritische Infrastruktur ist der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof zuständig. Welche Straftatbestände im konkreten Fall einschlägig sind, ist noch nicht bestätigt. Entscheidend ist: Durchsuchungen sind eine Ermittlungsmaßnahme, keine Verurteilung. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung, bis ein Gericht rechtskräftig entschieden hat.

## Der Kontext

Der Fall reiht sich in eine Serie von Verfahren ein, in denen deutsche Behörden mutmaßliche russische Sabotage und hybride Angriffe untersuchen. So ermittelt der GBA zur Sprengung der Nord-Stream-Pipelines von 2022; im Januar 2026 ermittelte die Bundesanwaltschaft nach einem Brandanschlag auf die Berliner Stromversorgung. Generalbundesanwalt Jens Rommel hatte zuletzt erklärt, Russland setze vielfach auf [günstige, ungeschulte Hilfsagenten](https://www.rnz.de/politik/nachrichten_artikel,-Sabotageaktionen-Russlands-Spione-im-Visier-der-Bundesanwaltschaft-_arid,2349964.html), um Sabotage und Ausspähung vorzubereiten – häufig mit dem Ziel, die deutsche Unterstützung für die Ukraine zu schwächen.

## Einordnung

Offizielle Stellungnahmen des Generalbundesanwalts, des Unternehmens SEFE oder der russischen Seite zu dem konkreten Verfahren lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht in verifizierter Form vor; Moskau hat Sabotagevorwürfe in der Vergangenheit wiederholt zurückgewiesen. Sollte sich der Verdacht erhärten, wäre es einer der bislang direktesten mutmaßlichen Angriffe auf die deutsche Energieversorgung. Diese Meldung wird aktualisiert, sobald gesicherte amtliche Angaben vorliegen.

## Quellen

- [Versuchte Sabotage: Durchsuchungen zu Ex-Gazprom-Tochter](https://www.zeit.de/news/2026-06/24/versuchte-sabotage-durchsuchungen-zu-ex-gazprom-tochter)
- [Gefährdungen durch russische Spionage, Sabotage und Desinformation](https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/spionage-und-proliferationsabwehr/gefaehrdung-russische-spionage-sabotage-desinformation.html)
- [Sabotageaktionen: Russlands Spione im Visier der Bundesanwaltschaft](https://www.rnz.de/politik/nachrichten_artikel,-Sabotageaktionen-Russlands-Spione-im-Visier-der-Bundesanwaltschaft-_arid,2349964.html)

