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title: "Waldbrand in der Gohrischheide: Kampf gegen Flammen und Munition"
description: "In der Gohrischheide an der Grenze von Sachsen und Brandenburg brennen rund 2.400 Hektar Wald. Weil im Boden alte Munition liegt, können die Einsatzkräfte das Feuer kaum direkt bekämpfen – Hubschrauber sollen die Wende bringen."
category: "Inland"
category_url: https://weltturm.de/kategorie/inland
author: "Gabriele Vogel"
published: 2026-06-28T14:48:28.000Z
updated: 2026-06-28T14:48:28.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/waldbrand-in-der-gohrischheide-kampf-gegen-flammen-und-munition
tags: ["Waldbrand", "Gohrischheide", "Sachsen", "Brandenburg", "Hitze", "Katastrophenschutz"]
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# Waldbrand in der Gohrischheide: Kampf gegen Flammen und Munition

In der Gohrischheide an der Grenze von Sachsen und Brandenburg brennen rund 2.400 Hektar Wald. Weil im Boden alte Munition liegt, können die Einsatzkräfte das Feuer kaum direkt bekämpfen – Hubschrauber sollen die Wende bringen.

Es ist einer der größten Waldbrände, die Ostdeutschland seit Langem erlebt hat – und einer der gefährlichsten zu bekämpfenden. In der Gohrischheide, einem Heide- und Waldgebiet an der Grenze von Sachsen und Brandenburg, lodert seit Tagen ein Großfeuer, das die Einsatzkräfte an ihre Grenzen bringt.

## Ein Feuer auf 2.400 Hektar

Nach übereinstimmenden Berichten erstreckt sich der Brand inzwischen über eine Fläche von rund 2.400 Hektar – ein riesiges Areal, das die Feuerwehr seit über einer Woche beschäftigt. Befeuert von der extremen Hitze und trockenem Unterholz frisst sich das Feuer immer wieder durch das Gelände, neue Glutnester flammen auf. Mehrere Ortschaften mussten geräumt werden: Die Evakuierung von Jacobsthal Bahnhof in der Gemeinde Zeithain dauerte zuletzt an, die Siedlung Heidehäuser war bereits Tage zuvor verlassen worden. Drei Feuerwehrleute wurden im Einsatz verletzt.

## Das Problem unter der Erde

Was diesen Brand so tückisch macht, liegt im Boden: Die Gohrischheide war über Jahrzehnte militärischer Übungsplatz, weite Teile sind mit alter Munition belastet. Für die Einsatzkräfte bedeutet das eine ständige Lebensgefahr. Sie dürfen viele Brandherde nicht direkt anfahren, sondern müssen sich auf gesicherte, munitionsfreie Wege beschränken. Wo das Feuer auf belastetem Grund brennt, droht jederzeit die Explosion alter Kampfmittel – ein klassischer Löschangriff am Boden ist dort schlicht zu riskant.

## Hoffnung aus der Luft

Weil der Kampf am Boden so eingeschränkt ist, kommt es auf die Luftunterstützung an. Wie der [Tagesspiegel berichtet](https://www.tagesspiegel.de/berlin/waldbrand-gohrischheide-zweiter-hubschrauber-gibt-hoffnung-15771120.html), gibt ein zweiter Löschhubschrauber den Einsatzkräften neue Hoffnung: Aus der Luft lassen sich auch jene Bereiche mit Wasser bekämpfen, die am Boden gesperrt sind. In der Spitze waren rund um die Gohrischheide mehrere Hundert Kräfte im Einsatz – in einer Nacht sogar an die 700 –, unterstützt von Feuerwehr, THW, Bundeswehr und Polizei mit zahlreichen Fahrzeugen.

## Kein Einzelfall

Die Gohrischheide ist nur der größte von mehreren Bränden, die bei der aktuellen Hitzewelle [in mehreren Bundesländern gleichzeitig wüten](https://www.zeit.de/news/2026-06/28/grosseinsaetze-gegen-waldbraende-in-gebieten-mit-kampfmitteln). Gerade in Ostdeutschland liegen viele ehemalige Truppenübungsplätze, deren munitionsbelastete Böden sich im Brandfall zu kaum löschbaren Gefahrenzonen verwandeln. Mit zunehmender Trockenheit und immer neuen Hitzerekorden dürfte dieses Problem die Feuerwehren künftig häufiger beschäftigen – ein Vorgeschmack auf die Lasten, die der Klimawandel dem Katastrophenschutz aufbürdet.

## Quellen

- [Großeinsätze gegen Waldbrände in Gebieten mit Kampfmitteln](https://www.zeit.de/news/2026-06/28/grosseinsaetze-gegen-waldbraende-in-gebieten-mit-kampfmitteln)
- [Waldbrand Gohrischheide: Zweiter Hubschrauber gibt Hoffnung](https://www.tagesspiegel.de/berlin/waldbrand-gohrischheide-zweiter-hubschrauber-gibt-hoffnung-15771120.html)

