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title: "Wenn der Aufzug stehen bleibt: Wie oft es wirklich passiert"
description: "Stecken zu bleiben ist eine verbreitete Aufzugsangst – doch wie wahrscheinlich ist das überhaupt? Eine neue Auswertung liefert Zahlen. Sie zeigt: Das Risiko für den Einzelnen ist gering, die Tücken liegen bei alten Anlagen."
category: "Wissenschaft"
category_url: https://weltturm.de/kategorie/wissenschaft
author: "Felix Brandt"
published: 2026-06-29T02:49:54.000Z
updated: 2026-06-29T02:49:54.000Z
canonical: https://weltturm.de/artikel/wenn-der-aufzug-stehen-bleibt-wie-oft-es-wirklich-passiert
tags: ["Aufzüge", "Technik", "Sicherheit", "Statistik", "Alltag"]
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# Wenn der Aufzug stehen bleibt: Wie oft es wirklich passiert

Stecken zu bleiben ist eine verbreitete Aufzugsangst – doch wie wahrscheinlich ist das überhaupt? Eine neue Auswertung liefert Zahlen. Sie zeigt: Das Risiko für den Einzelnen ist gering, die Tücken liegen bei alten Anlagen.

Die Türen schließen sich, ein Ruck – und dann steht der Aufzug. Für viele Menschen ist das ein kleines Angstszenario. Eine aktuelle Auswertung zeigt nun, wie selten der Ernstfall tatsächlich eintritt – und wo die Schwachstellen liegen.

## Eine von 300.000 Fahrten

Laut einer [Auswertung, über die der Tagesspiegel berichtet](https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/technik-auswertung-so-haufig-bleiben-menschen-in-aufzugen-stecken-15771830.html), bleibt statistisch etwa eine von 300.000 Aufzugsfahrten unplanmäßig stehen. Das klingt nach viel – relativiert sich aber, wenn man bedenkt, wie oft Aufzüge fahren: Für die einzelne Person ist die Wahrscheinlichkeit, eingeschlossen zu werden, sehr klein. Grundlage der Analyse waren über eine Milliarde Fahrten, ausgewertet über tausende Anlagen hinweg.

## Alte Technik ist anfälliger

Interessant ist, wo es am häufigsten klemmt. Demnach fallen ältere Aufzüge deutlich öfter aus als neue – besonders Anlagen aus den späten 1970er- und 1980er-Jahren. Auch die Bauart spielt eine Rolle: Hydraulische Aufzüge in niedrigen Gebäuden zeigen sich störungsanfälliger als seilgetriebene Systeme in Hochhäusern. Verschleiß und veraltete Steuerungstechnik sind die naheliegenden Erklärungen.

Diesen Befund stützt der jüngste Sicherheitsreport des TÜV-Verbands: Bei den geprüften Aufzügen wies ein erheblicher Teil Mängel auf – von kleineren Beanstandungen bis hin zu Fällen, in denen Anlagen wegen akuter Gefahr stillgelegt werden mussten. Häufige Schwachstellen sind abgenutzte Tragseile, defekte Notrufsysteme und fehlerhafte Türverriegelungen. Regelmäßige Wartung bleibt also entscheidend.

## Was zu tun ist, wenn es passiert

Wer doch einmal feststeckt, sollte vor allem eines tun: ruhig bleiben. Die Luft wird in einem Aufzug nicht knapp. Seit Jahren sind Aufzüge mit einem Zwei-Wege-Notrufsystem ausgestattet, über das man direkt mit einer Leitstelle sprechen kann. Diese organisiert die Befreiung; in Deutschland gelten dafür enge zeitliche Vorgaben. Wichtig ist, was man nicht tun sollte: niemals selbst versuchen, die Türen aufzuhebeln oder aus der Kabine zu klettern. Genau das führt erst zu echter Gefahr.

## Ein zuverlässiges System

Unterm Strich zeichnet die Auswertung das Bild eines erstaunlich verlässlichen Alltagssystems. Millionen Fahrten verlaufen Tag für Tag ohne Zwischenfall, und selbst wenn ein Aufzug stehen bleibt, endet das fast immer harmlos. Die eigentliche Lehre richtet sich weniger an die Fahrgäste als an die Betreiber: Wer in Wartung investiert, hält die Zahl der Pannen klein – und nimmt einer verbreiteten Alltagsangst ihre Grundlage.

## Quellen

- [Auswertung: So häufig bleiben Menschen in Aufzügen stecken](https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/technik-auswertung-so-haufig-bleiben-menschen-in-aufzugen-stecken-15771830.html)
- [TÜV-Anlagensicherheitsreport 2026: Aufzüge im Blick](https://www.facility-manager.de/aktuelles/tuev-anlagensicherheitsreport-2026-aufzuege-im-blick/)

