Wer am letzten Juni-Wochenende über die Alpen nach Italien aufbricht, muss sich auf Behinderungen einstellen. Am Samstag, 27. Juni 2026, sperren Demonstranten die Tiroler Fernpassstraße (B179) – eine der wichtigsten und bei deutschen Urlaubern beliebtesten Routen Richtung Süden. Polizei und Automobilclubs raten, Fahrten möglichst zeitlich zu verschieben oder Ausweichstrecken zu nutzen.
Was gesperrt ist und wann
Die Vollsperrung gilt nach übereinstimmenden Angaben von 10 bis 12 Uhr und betrifft beide Fahrtrichtungen. Während dieser zwei Stunden ist der Fernpass weder nach Norden noch nach Süden befahrbar. Betroffen sind laut Berichten die Abschnitte zwischen Reutte und Nassereith (verkehrsrundschau.de). Besonders heikel ist der Zeitpunkt: Das Wochenende fällt mit dem Beginn der Sommerferien in mehreren Bundesländern zusammen. Schon eine zweistündige Sperre kann an einem solchen Reisetag zu langen Rückstaus führen.
Wer protestiert – und wogegen
Hintergrund ist eine Demonstration von Anwohnern und Initiativen, die sich gegen die hohe Verkehrsbelastung und gegen weitere Ausbauprojekte an der Strecke richten. Statt eines Straßenausbaus fordern die Protestierenden mehr Investitionen in den öffentlichen Verkehr und die Schiene. Die Aktion folgt einem ähnlichen Vorbild am Brenner, wo bereits Ende Mai 2026 die A13 stundenweise blockiert wurde (Motorrad & Reisen).
Empfehlungen für Reisende
- Zeitlich ausweichen: Wer kann, sollte die Fahrt über den Fernpass vor oder nach dem Sperrfenster (10–12 Uhr) legen.
- Großräumig umfahren: Als Alternativen gelten die Route über den Arlberg und die A14 sowie über das Inntal und die Brennerautobahn (A13/A22).
- Zeitpuffer einplanen und aktuelle Verkehrsmeldungen prüfen.
Wichtig: Wer über den Reschenpass (B180) ausweichen will, sollte beachten, dass diese Strecke wegen Bauarbeiten bis Ende 2026 nur eingeschränkt befahrbar ist; an einzelnen Reisewochenenden wird sie aber zweispurig freigegeben (ADAC). Lokale Schleichwege durch die Täler sind eng und für den Durchgangsverkehr ungeeignet – Behörden raten ausdrücklich davon ab.



