Tagelang glühte Bayern unter Rekordtemperaturen – nun macht ein heftiger Wetterumschwung der Hitze ein abruptes Ende. Am Montag zogen kräftige Gewitter über den Freistaat.
Starkregen, Hagel, Sturm
Der Deutsche Wetterdienst hatte vor Unwettern mit extremem Starkregen, Hagel und Sturmböen gewarnt – und die Warnung bewahrheitete sich. In Teilen Bayerns fielen innerhalb kurzer Zeit große Regenmengen; im Großraum München waren es örtlich um die 70 Liter pro Quadratmeter. Dazu kamen Hagelkörner und Böen um 80 Kilometer pro Stunde. Straßen liefen voll, Unterführungen standen unter Wasser.
Bäume auf Straßen, Feuerwehr im Dauereinsatz
Die Wucht des Sturms hinterließ Spuren. Allein in Niederbayern zählten die Feuerwehren über hundert wetterbedingte Einsätze – umgestürzte Bäume, überflutete Keller und Straßen. Im Raum Bamberg stürzten mehrere Bäume auf die Bundesstraße 4, die zeitweise gesperrt werden musste. In Bayreuth beschädigte ein umgekippter Baum geparkte Autos. Verletzte gab es nach bisherigen Angaben nur vereinzelt und leicht.
Auch die Bahn betroffen
Der Wetterumschwung machte sich ebenso im Verkehr bemerkbar: Auf mehreren Strecken kam es zu Behinderungen und Ausfällen, teils noch als Folge hitzebedingter Schäden an Gleisen und Anlagen. Reisende mussten sich auf Verspätungen einstellen.
Noch keine Entwarnung
Der Wetterdienst gab vorerst keine Entwarnung: Auch in der Nacht und am Folgetag waren weitere kräftige Gewitter möglich. So unangenehm der Umschwung ist – immerhin bringt er das Ersehnte: spürbar kühlere Luft nach Tagen der extremen Hitze. Wer unterwegs ist, sollte Wetterwarnungen beachten, Abstand zu Bäumen halten und überflutete Unterführungen meiden.



