Der Transfersommer hat seinen ersten großen Poker: Um den 19-jährigen Yan Diomande von RB Leipzig bemüht sich Paris Saint-Germain – doch die Sachsen lassen den Offensivspieler vorerst nicht ziehen.

Schäfers Machtwort

RB-Sportchef Marcel Schäfer ließ keinen Zweifel an der Haltung des Klubs. Diomande werde auch in der kommenden Saison für Leipzig spielen, stellte er klar – davon rücke man nicht ab. Schäfer deutete zugleich an, dass ein Wechsel zu einem späteren Zeitpunkt durchaus möglich sei. Nur eben nicht in diesem Sommer.

Der Spieler will nach Paris

Pikant ist die Lage, weil der ivorische Angreifer selbst den Wechsel anstrebt. Mehreren Berichten zufolge soll sich Diomande mit PSG bereits über einen Vertrag verständigt haben und vom sportlichen Projekt der Pariser überzeugt sein. Aktuell konzentriert sich der 19-Jährige aber auf die Weltmeisterschaft mit seinem Heimatland. Die Gespräche zwischen den Vereinen laufen parallel – bislang ohne Einigung.

Eine starke Verhandlungsposition

Leipzig kann gelassen bleiben: Diomande ist langfristig gebunden, eine Ausstiegsklausel gibt es Berichten zufolge nicht. Das verschafft dem Klub eine komfortable Position und die Möglichkeit, eine hohe Ablöse zu verlangen. Über die genauen Summen kursieren bislang nur Spekulationen; offiziell bestätigt ist nichts. Klar ist nur, dass mehrere europäische Spitzenklubs den schnellen Außenstürmer auf dem Zettel haben.

Geduld als Strategie

Für RB ist das Festhalten an Diomande auch eine sportliche und wirtschaftliche Rechnung. Der Spieler hat sich rasant entwickelt; eine weitere Saison in der Bundesliga könnte seinen Wert weiter steigern – und Leipzig zu gegebener Zeit eine noch höhere Ablöse einbringen. So bleibt der Fall vorerst ein Beispiel dafür, dass auch ein wechselwilliger Profi nicht immer sofort gehen kann. Die Saison beginnt für Diomande aller Voraussicht nach in Leipzig.