München wird für rund zehn Tage zur Kinostadt: Das 43. Filmfest München hat begonnen und bringt eine Fülle neuer Filme auf die Leinwände der Stadt.

Zahlen und Programm

Das Festival zeigt nach Angaben der Veranstalter rund 130 Filme aus 56 Ländern, darunter 45 Weltpremieren. Damit unterstreicht das größte deutsche Sommerfilmfestival seinen Anspruch, eine Bühne für Neues und international Bedeutsames zu sein. Gezeigt wird an mehreren Spielstätten quer durch die Stadt, vom großen Saal bis zum Open-Air-Kino. Bis Anfang Juli läuft das Programm mit Wettbewerben, Reihen und Werkschauen.

Der Eröffnungsfilm

Den Auftakt macht ein neuer Film des polnischen Regisseurs Paweł Pawlikowski, der mit Werken wie „Ida" und „Cold War" internationale Anerkennung gewann. Sein neuer Film ist – so kündigt es das Festival an – prominent besetzt, unter anderem mit Sandra Hüller. Dass ein Regisseur dieses Rangs den Eröffnungsabend bestreitet, gibt dem Festival schon zum Start internationales Gewicht.

Ehrungen und Gäste

Wie in jedem Jahr würdigt das Filmfest auch herausragende Persönlichkeiten des Kinos. Der CineMerit Award, die Ehrung des Festivals für besondere Verdienste, geht in diesem Jahr unter anderem an den US-Schauspieler David Duchovny. Solche Auszeichnungen ziehen prominente Gäste an und sorgen für die festliche Note, die ein Filmfest ausmacht.

Bühne fürs deutsche Kino

Neben den internationalen Beiträgen ist das Festival traditionell eine wichtige Plattform für das heimische Schaffen. In einer eigenen Reihe stellt es zahlreiche neue deutschsprachige Produktionen vor – ein Schaufenster für das, was das deutsche Kino aktuell wagt. Für Filmschaffende ist München damit nach der Berlinale einer der wichtigsten Termine im Jahr. Und für das Publikum sind es zehn Tage, an denen sich entdecken lässt, was die Kinos erst in den kommenden Monaten erreichen wird.