Es hätte ein lockerer Auftakt werden sollen, es wurde eine Zitterpartie: Tennisstar Jannik Sinner hat sich bei den Wimbledon-Meisterschaften nur mit Mühe in die zweite Runde gekämpft.
Ein Fehlstart und ein Sturz
Der italienische Weltranglistenerste tat sich gegen seinen Gegner über weite Strecken schwer und geriet sogar mit 1:2 nach Sätzen in Rückstand. Im dritten Durchgang sorgte ein Schreckmoment für Aufsehen: Sinner rutschte auf dem Rasen aus und stürzte. Auf eine ärztliche Behandlungspause verzichtete er und spielte weiter – die Verletzung, so beschwichtigte er später, habe schlimmer ausgesehen, als sie war.
Die Wende
Statt sich aus dem Match nehmen zu lassen, fing sich der Favorit. Mit druckvollem Spiel von der Grundlinie drehte Sinner die Partie und entschied die beiden letzten Sätze klar für sich. Nach mehr als drei Stunden auf dem Court stand der Sieg in fünf Sätzen fest. Es war die Art von Auftaktmatch, die einem Titelkandidaten früh alles abverlangt – und an deren Ende doch der Erfolg steht.
Worauf es jetzt ankommt
Für Sinner ist die erste Hürde genommen, doch der Auftritt zeigte auch Anfälligkeiten. Auf dem schnellen, rutschigen Rasen kann selbst der Beste ins Straucheln geraten – im Wortsinn. In den kommenden Runden wird sich zeigen, ob der Sturz Folgen hat oder ob der Weltranglistenerste rechtzeitig zu der Souveränität findet, die man von einem Topfavoriten erwartet. Klar ist: Der Weg durch ein Grand-Slam-Turnier ist lang, und er hat gerade erst begonnen.



