Neuer Mann an der Seitenlinie: Bei RB Leipzig hat ein bekanntes Gesicht des deutschen Fußballs die Arbeit aufgenommen. Martín Demichelis, einst Abwehrspieler beim FC Bayern, ist nun Cheftrainer der Sachsen.

Erster Tag in Leipzig

Der 45 Jahre alte Argentinier nahm seine neue Aufgabe direkt in Angriff und absolvierte in Leipzig seinen ersten Arbeitstag, noch bevor die offizielle Vorstellung ansteht. Auf dem Programm standen unter anderem ein Rundgang über das Trainingsgelände und erste Gespräche mit den Verantwortlichen. Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer lobte den Neuen als Trainer mit internationaler Erfahrung – als Spieler wie als Coach in Europa, Süd- und Nordamerika.

Vom Bayern-Profi zum Meistertrainer

Demichelis ist in Deutschland kein Unbekannter: Von 2003 bis 2010 spielte er für den FC Bayern München und absolvierte zahlreiche Pflichtspiele. Nach seiner aktiven Karriere wechselte er auf die Trainerbank. Sein größter Erfolg bislang: 2023 führte er den Traditionsklub River Plate zur argentinischen Meisterschaft. Zuletzt arbeitete er beim spanischen Erstligisten RCD Mallorca, von dem ihn Leipzig nun loseiste.

Nachfolger des entlassenen Werner

Demichelis übernimmt von Ole Werner, den der Klub trotz erreichter sportlicher Ziele freigestellt hatte. Der Wechsel kam für viele überraschend. Mit dem neuen Trainer verbindet RB Leipzig die Erwartung, in der kommenden Saison wieder mutiger und dominanter aufzutreten – passend zur offensiven Spielidee, für die Demichelis steht: Ballbesitz, hohes Pressing, klare Struktur.

Was jetzt zählt

Für den Argentinier beginnt nun die wichtigste Phase: die Vorbereitung. In den kommenden Wochen muss er seine Ideen im Kader verankern, Abläufe einstudieren und das Team auf die Belastung mehrerer Wettbewerbe einstellen. Erste öffentliche Trainingseinheiten und Testspiele werden zeigen, wie schnell seine Handschrift erkennbar wird. Klar ist: In Leipzig sind die Ansprüche hoch – und Demichelis kennt das Geschäft auf höchstem Niveau.