Wer gerne Wasserpfeife raucht, muss sich auf höhere Preise einstellen: Eine geplante Steuererhöhung trifft den Shisha-Tabak besonders hart.

Steuer steigt schrittweise

Nach Angaben des Handelsblatts plant das Bundesfinanzministerium, die Tabaksteuer auf Wasserpfeifentabak deutlich anzuheben. Aktuell liegt sie bei rund 56 Euro je Kilogramm; bis 2030 soll sie schrittweise auf 188,46 Euro je Kilogramm steigen. Bereits die erste Stufe im Januar 2027 würde die Steuer demnach nahezu verdoppeln.

Was das für Verbraucher bedeutet

Für die Kundinnen und Kunden schlägt sich das spürbar nieder. Der durchschnittliche Marktpreis dürfte sich nach Einschätzung der Branche „auf 250 bis 300 Euro pro Kilo in etwa verdoppeln", wie Folke Rega vom Bundesverband Wasserpfeifentabak dem Tagesspiegel sagte. Konkret: Eine 200-Gramm-Dose, die heute etwa 25 bis 30 Euro kostet, könnte künftig rund 60 Euro kosten.

Die Sorge vor dem Schwarzmarkt

Die Branche reagiert mit deutlicher Kritik. Der Verband bezeichnet die Erhöhung als unverhältnismäßig hoch und warnt, dass der Effekt das Gegenteil des Erhofften bewirken könnte: Statt höherer Steuereinnahmen drohe ein Ausweichen vieler Konsumenten in den Schwarzmarkt. Schon frühere Verschärfungen im Shisha-Bereich hatten dazu geführt, dass ein erheblicher Teil des Tabaks an der legalen Besteuerung vorbei gehandelt wurde.

Einordnung

Steuererhöhungen auf Tabak sind ein klassisches Instrument: Sie sollen Einnahmen sichern und zugleich den Konsum gesundheitsschädlicher Produkte dämpfen. Wasserpfeifentabak war bislang vergleichsweise niedrig besteuert; die Reform gleicht die Belastung stärker an andere Tabakprodukte an. Ob die Rechnung aufgeht oder der Markt in die Illegalität abwandert, hängt auch davon ab, wie konsequent gegen illegale Importe vorgegangen wird. Zeit zur Vorbereitung bleibt: Die erste Stufe greift erst Anfang 2027.