Die Hitzewelle des Sommers 2026 stellt die kommunale Wasserversorgung auf die Probe. André Berghegger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), appellierte an die Bevölkerung, in den kommenden Tagen besonders sparsam mit Wasser umzugehen.

Appell an den gesunden Menschenverstand

„Bei dieser Hitze appelliere ich dringend an den gesunden Menschenverstand, in den kommenden Tagen bitte ganz besonders sparsam mit dem kostbaren Wasser umzugehen", sagte Berghegger der Neuen Osnabrücker Zeitung. Vor allem dürfe „kein Wasser zur Bewässerung von Golf- oder Tennisplätzen verschwendet" werden.

Setzen wollen die Kommunen dabei zunächst auf Einsicht: „So lange wie möglich auf Freiwilligkeit", betonte Berghegger. Doch er machte auch deutlich, dass das nicht unbegrenzt gilt. Wenn nötig, „müssen die Behörden vor Ort auch Verbote aussprechen".

Flüsse überhitzen

Hintergrund der Sorge sind nicht nur die hohen Temperaturen, sondern auch der Zustand der Gewässer. Wie der ZDFheute-Liveblog berichtet, haben Rhein und Mosel bereits Wassertemperaturen um 27 Grad erreicht. Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff – für Fische und andere Wasserlebewesen kann das gefährlich werden. Das Saarland hat darum eine Warnstufe ausgelöst und Einschränkungen für Betriebe vorbereitet, die warmes Wasser in Flüsse einleiten.

Sparen im Alltag

Konkrete, flächendeckende Entnahmeverbote für die Allgemeinheit gibt es bislang nicht – die Lage ist von Region zu Region unterschiedlich. Wer selbst beitragen will, kann es im Alltag einfach halten: in den kühleren Morgen- oder Abendstunden gezielt und sparsam gießen statt mittags großflächig zu sprengen, kurz duschen statt baden und Trinkwasser nicht unnötig laufen lassen. Gerade in Hitzephasen entlastet das die örtlichen Netze – und hält das Wasser dort verfügbar, wo es wirklich gebraucht wird.