Wer sich ein Netflix-Konto mit anderen teilt, kennt das vertraute Bild: ein Abo, mehrere Profile, eine einzige E-Mail-Adresse. Genau das ändert sich nun.

Was sich ändert

Netflix verlangt künftig, dass jedes reguläre Profil eine eigene E-Mail-Adresse erhält. Bislang konnten mehrere Profile unter einer Adresse laufen. Die Umstellung wird seit Mitte Juni schrittweise ausgerollt; nicht alle Konten sind sofort betroffen. Kinderprofile sind von der neuen Pflicht ausgenommen.

So funktioniert es

Die Einrichtung ist unkompliziert: Netflix schickt einen Bestätigungscode an die hinterlegte E-Mail-Adresse, den man in den Profileinstellungen eingibt. Danach ist das Profil mit dieser Adresse verbunden. Der Vorteil für Nutzer: Profile werden eigenständiger. Man kann sich künftig direkt mit der eigenen Adresse anmelden und – so berichten Fachmedien – etwa eine eigene Anmeldesicherung pro Profil nutzen. Persönliche Einstellungen lassen sich verwalten, ohne dass der Kontoinhaber jedes Mal eingebunden werden muss.

Der Hintergrund

Die Neuerung passt in eine größere Strategie. Seit einigen Jahren geht Netflix gegen das verbreitete Teilen von Konten über mehrere Haushalte hinweg vor. Eine eindeutige Zuordnung von Profilen zu E-Mail-Adressen ist ein technisches Mittel, um klarer zu erfassen, wer ein Profil nutzt – und ebnet den Weg, einzelne Profile künftig stärker zu verselbständigen, etwa beim Umzug auf ein eigenes Abo.

Was Nutzer beachten sollten

Praktisch heißt das: Wer ein Konto mit Familie oder Freunden teilt, braucht für jedes erwachsene Profil eine eigene Adresse. Das ist für die meisten kein großes Hindernis, kann aber etwas Organisation erfordern. Beim Hinterlegen der Adresse lohnt zudem ein Blick darauf, welche Daten man preisgibt. Für die Nutzung ändert sich im Alltag zunächst wenig – die Umstellung ist eher ein Schritt hin zu klareren Konten als ein spürbarer Einschnitt beim Fernsehvergnügen.