Wer in den vergangenen Wochen getankt hat, zahlte etwas weniger als sonst. Damit ist nun Schluss: Der Tankrabatt läuft aus.
Eine befristete Entlastung
Der Tankrabatt war eine zeitlich begrenzte Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Sie galt nur für zwei Monate und endet zum 30. Juni. Eingeführt hatte die Bundesregierung die Maßnahme als Reaktion auf stark gestiegene Ölpreise, um Verbraucher zu entlasten. Eine Verlängerung lehnte die Koalition ab; auch eine Übergangslösung schloss das Finanzministerium aus. Unterm Strich kostete die Aktion den Bund rund 1,6 Milliarden Euro.
Was nun an der Zapfsäule passiert
Mit dem Ende der Steuersenkung kehrt der reguläre Steuersatz zurück – das entspricht rein rechnerisch einem Aufschlag von etwa 17 Cent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer. Spürbar werden dürfte das in den kommenden Tagen. Ob die Preise aber tatsächlich um den vollen Betrag steigen, ist offen: Die Spritpreise hängen stark vom internationalen Ölmarkt ab, der sich unabhängig von der Steuer bewegt.
Der Haken bei der Weitergabe
Interessant ist ein Befund des ifo-Instituts. Die Forscher untersuchten, wie viel der Steuersenkung überhaupt bei den Kundinnen und Kunden ankam. Das Ergebnis: Bei Benzin wurde der Rabatt nahezu vollständig weitergegeben, bei Diesel hingegen nur zu einem Teil. Das hat eine Kehrseite, die für Autofahrer fast tröstlich ist: Wo der Rabatt nie ganz an der Zapfsäule ankam, dürfte auch sein Wegfall die Preise nicht um den vollen Betrag nach oben treiben.
Ein teures Instrument
Aus Sicht vieler Ökonomen war das Auslaufen folgerichtig. Steuersenkungen auf Sprit gelten als teuer und wenig zielgenau, weil sie unabhängig vom Einkommen wirken und einen erheblichen Teil der Entlastung bei den Mineralölkonzernen verbleiben kann. Für Verbraucher heißt es nun dennoch: Tanken wird wieder teurer. Wer sparen will, kann auf Tageszeiten mit günstigeren Preisen achten und Preisportale nutzen – an der grundsätzlichen Richtung ändert das aber wenig.



