Berlin hat den Vereinigten Staaten zum Jubiläum ein weithin sichtbares Geschenk gemacht: Am Abend des 4. Juli erstrahlte das Brandenburger Tor in Rot, Weiß und Blau, den Farben der amerikanischen Flagge. Anlass war der 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung von 1776.
Ein Wahrzeichen in fremden Farben
Von Sonnenuntergang bis Mitternacht tauchte die Beleuchtung das Tor in die Nationalfarben der USA. Solche Illuminationen sind dem Wahrzeichen nicht fremd: Immer wieder wird es zu besonderen Anlässen angestrahlt, oft in Solidarität mit anderen Ländern oder zu Gedenktagen. Die Farben der US-Flagge zum amerikanischen Nationalfeiertag reihen sich in diese Tradition ein.
Politische Geste der Verbundenheit
Für Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ist die Beleuchtung mehr als Dekoration. „Als Symbol für Einheit und Freiheit erinnert das Brandenburger Tor am 4. Juli eindrucksvoll an die gemeinsamen Werte", erklärte er laut Senatskanzlei. „Berlin gratuliert den Vereinigten Staaten herzlich zum 250. Geburtstag."
Auch Außenminister Johann Wadephul (CDU) nannte den Jahrestag einen Grund zum Feiern für Europa, Deutschland und Berlin. Das freie, demokratische Nachkriegsdeutschland sei auf den Werten der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung gegründet worden, sagte er, wie der Tagesspiegel berichtet.
Symbol mit Geschichte
Dass ausgerechnet das Brandenburger Tor für diese Geste gewählt wurde, hat einen guten Grund. Während der deutschen Teilung stand es als Zeichen für die geteilte Stadt, seit 1989 gilt es als Symbol der wiedergewonnenen Einheit und Freiheit. Als Bühne für ein Bekenntnis zu gemeinsamen demokratischen Werten ist es damit bestens geeignet, wenn auch nur für eine Nacht.



