Für Kanada endet ein historischer WM-Sommer im eigenen Land, für Marokko geht er weiter: Beim 3:0 in Houston setzte sich die marokkanische Mannschaft am 4. Juli klar durch und zog als einer der ersten Viertelfinalisten in die Runde der letzten acht ein.
Ounahi entscheidet die Partie
Lange taten sich die Marokkaner schwer, ehe sie in der zweiten Halbzeit die Kontrolle übernahmen. Azzedine Ounahi erzielte beide Führungstreffer und war damit der Mann des Spiels, wie Sky Sports berichtet. In der Nachspielzeit sorgte Soufiane Rahimi nach Vorlage von Brahim Diaz für den 3:0-Endstand.
Für den Co-Gastgeber Kanada, der bei diesem Turnier über sich hinausgewachsen war, ist es das Ende einer bemerkenswerten Reise. Gegen die abgeklärten Marokkaner fand die Mannschaft an diesem Abend kaum ein Mittel, wie auch der kanadische Sender CBC festhielt.
Rückschlag für Saibari und Bayern
Der Wermutstropfen aus marokkanischer Sicht trägt einen Namen: Ismael Saibari. Der Offensivspieler, der kurz zuvor zum FC Bayern gewechselt war, musste bereits nach rund 22 Minuten verletzt vom Feld. Nach Angaben der Berichterstattung handelt es sich um eine Muskelverletzung; die genaue Diagnose stand zunächst aus. Für ihn kam Rahimi, der am Ende selbst traf.
Wie schwer die Verletzung wiegt, dürfte nicht nur die marokkanische Nationalmannschaft, sondern auch den FC Bayern beschäftigen, der vor der neuen Saison auf seinen Neuzugang baut.
Nächster Gegner im Viertelfinale
Im Viertelfinale trifft Marokko auf den Sieger der Partie zwischen Frankreich und Paraguay. Für die Nordafrikaner ist es das zweite WM-Viertelfinale in Folge, nachdem sie 2022 als erste afrikanische Mannschaft überhaupt sogar das Halbfinale erreicht hatten. Der Anspruch ist damit klar: Marokko will an die Sensation von damals anknüpfen.



