Die erste ernste Bergprüfung dieser Tour de France hat eine klare Sprache gesprochen. Auf der sechsten Etappe von Pau nach Gavarnie-Gédre setzte sich Tadej Pogacar mit einem Solosieg durch und holte sich das Gelbe Trikot zurück, wie Cyclingnews berichtet.
Die Attacke am Tourmalet
Die Königsprüfung des Tages war der legendäre Col du Tourmalet. Dort, noch gut vierzig Kilometer vor dem Ziel, trat der slowenische Weltmeister an, und niemand konnte folgen. Was als Angriff begann, wurde zu einer langen Alleinfahrt bis ins Tal und über die Schlussrampen. Sein größter Rivale Jonas Vingegaard musste abreißen lassen und verlor am Ende deutlich mehr als zwei Minuten.
Ein Sieg mit bitterem Beigeschmack
Der Tag hatte auch eine dunkle Seite. Der Norweger Torstein Traeen war im Gelben Trikot in die Etappe gegangen, das er sich mit einer mutigen Vorstellung erobert hatte. In der Abfahrt vom Tourmalet stürzte er schwer und musste die Rundfahrt aufgeben, wie Cycling Weekly berichtet. Berichtet wurde von Verletzungen an den Rippen und einer Gehirnerschütterung. So endete seine kurze Zeit an der Spitze der Tour abrupt und schmerzhaft.
Der Blick auf die Gesamtwertung
Mit dem Etappensieg übernahm Pogacar wieder die Spitze des Gesamtklassements, mit komfortablem Vorsprung auf Vingegaard. Dahinter sortiert sich das Feld der Verfolger neu, unter ihnen auch der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz, der sich in der Spitzengruppe hält. Für Pogacar war es der bereits zweite Etappensieg dieser Tour.
Wie es weitergeht
Die Pyrenäen haben gezeigt, wer derzeit der Stärkste ist, doch entschieden ist noch nichts. Vor dem Feld liegen weitere Hochgebirgsetappen und ein Einzelzeitfahren, auf denen sich Abstände schnell verschieben können. Vingegaard hat mehrfach bewiesen, dass er zurückschlagen kann. Klar ist nur: Um Gelb führt in diesem Sommer kaum ein Weg an Tadej Pogacar vorbei.



