Die deutschen U19-Fußballer haben das Finale der Europameisterschaft erreicht. Im Halbfinale bezwang die DFB-Auswahl die Ukraine mit 2:1 und darf nun vom Titel träumen, wie die UEFA meldet.
Rückstand gedreht
Dabei begann die Partie schwierig. Die Ukraine ging durch Vitaliy Hlyut in Führung und brachte die deutsche Elf früh unter Druck. Doch das Team ließ sich nicht beirren, kam nach der Pause besser ins Spiel und glich aus. Bis in die Schlussphase blieb es beim 1:1, und ein Elfmeterschießen lag in der Luft.
Der Kapitän entscheidet in der Nachspielzeit
Dann schlug die große Stunde von Francis Onyeka. In der Nachspielzeit vollendete der Kapitän eine Kombination, nachdem Otto Stange den Ball per Kopf in den Strafraum verlängert hatte. Onyeka nahm den Ball direkt und traf zum umjubelten 2:1, wie der Spiegel berichtet. Ein spätes Tor, das die Mannschaft ins Endspiel schoss.
Im Finale wartet ein alter Bekannter
Der Gegner im Endspiel ist kein Unbekannter: Spanien, das sich im anderen Halbfinale gegen Kroatien durchsetzte. Für die deutsche Elf ist es eine besondere Ausgangslage, denn in der Gruppenphase hatte man gegen die Spanier deutlich mit 0:4 verloren.
Das Finale am Samstag bietet damit die Chance auf Revanche, und auf einen Titel. Bemerkenswert ist der Weg dorthin: In der Vorrunde hatte Deutschland unter anderem Gastgeber Wales klar mit 4:0 geschlagen und im Halbfinale bewiesen, dass die Mannschaft auch unter Druck kaltschnäuzig bleibt.
Reifeprüfung gegen den Favoriten
Gegen den amtierenden Titelträger Spanien geht die deutsche Auswahl nicht als Favorit ins Spiel. Doch das Halbfinale hat gezeigt, wie viel Moral in dieser Mannschaft steckt. Wer einen Rückstand in der Nachspielzeit noch in einen Sieg verwandelt, bringt genau die Nervenstärke mit, die es in einem Endspiel braucht.
Für die jungen Spieler ist das Finale ohnehin ein Gewinn: die Bühne, die Erfahrung, das Duell mit dem Maßstab Spanien. Und die Aussicht, eine deutlich verlorene Vorrundenpartie am Ende dort zu korrigieren, wo es am meisten zählt.



