Aufatmen nach einem kräftezehrenden Einsatz: Der Großbrand in der Gohrischheide ist unter Kontrolle. Mehrere Tage hatten Einsatzkräfte gegen die Flammen in dem Naturschutzgebiet an der Grenze von Sachsen und Brandenburg gekämpft – nun hilft das Wetter.

Lage stabilisiert sich

Nach Angaben des Lagezentrums des Innenministeriums hat sich das Feuer in der Nacht nicht weiter ausgebreitet und könnte noch am Montag gelöscht werden, berichtet der Tagesspiegel. Entscheidend dafür ist auch der einsetzende Regen: Niederschläge am Morgen sollen die Löscharbeiten zusätzlich unterstützen. Das Feuer hatte sich am Samstagnachmittag entwickelt und in der trockenen, zuvor extrem aufgeheizten Landschaft schnell ausgebreitet.

Großeinsatz aus der Luft und am Boden

Im Einsatz waren über 200 Kräfte, unterstützt von zwei Löschhubschraubern, die das Gelände aus der Luft mit Wasser bekämpften. Dass sich die Lage nun entspannt, ist das Ergebnis tagelanger, anstrengender Arbeit unter Hitze – und schließlich der Wetterumschwung, der der Hochsommer-Trockenheit ein Ende setzte.

Munition erschwert die Arbeit

Eine besondere Schwierigkeit liegt im Untergrund. Die Gohrischheide ist ein ehemaliger Truppenübungsplatz und bis heute mit Altmunition belastet. Teile des Naturschutzgebiets dürfen die Feuerwehrleute deshalb wegen Explosionsgefahr gar nicht betreten. Das macht das direkte Bekämpfen einzelner Glutnester unmöglich und erklärt, warum gerade Regen und Löschwasser aus der Luft so wichtig sind.

Noch keine endgültige Entwarnung

„Unter Kontrolle" bedeutet noch nicht „gelöscht": In solchen Bränden können unter der Oberfläche und in schwer zugänglichen Bereichen weiter Glutnester schwelen, die bei trockenem Wind erneut aufflammen. Die Einsatzkräfte bleiben daher vor Ort. Der Brand reiht sich in eine Serie von Vegetationsbränden, die in Deutschland mit zunehmender Hitze und Trockenheit häufiger werden – und er zeigt, wie sehr munitionsbelastete Altlasten die Brandbekämpfung erschweren.