Ein sommerlicher Ausflug ans Wasser hat im österreichischen Bludenz ein tödliches Ende genommen. In der Ill, einem Fluss in Vorarlberg, sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Der Unglückshergang

Nach Angaben der Polizei hielten sich mehrere Personen einer Familie am Fluss unterhalb eines Wasserfalls auf. Der 40-jährige Vater befand sich bereits im Wasser, als sein zehnjähriger Sohn und ein 22-jähriger Mann vom Wasserfall in die Ill sprangen. Alle drei gerieten in eine starke Strömung – eine sogenannte Wasserwalze – und wurden unter Wasser gezogen.

Der Großvater des Kindes konnte den schwer verletzten Vater aus dem Wasser ziehen. Für den 22-Jährigen kam jede Hilfe zu spät; er starb noch an der Unglücksstelle. Der zehnjährige Junge wurde zunächst wiederbelebt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo er später seinen Verletzungen erlag.

Die tückische Stelle

Berichten zufolge gilt die betroffene Stelle als besonders gefährlich. Im Bereich eines früheren Bauwerks bildet sich demnach eine Wasserwalze – eine kreisende Strömung, die Menschen nach unten zieht und ein eigenständiges Befreien nahezu unmöglich macht. Solche Walzen sind von außen oft kaum zu erkennen, gerade an Wehren und unterhalb von Abstürzen.

Ein Großeinsatz

An der Bergung und Rettung waren mehrere Feuerwehren, die Wasserrettung, die Polizei sowie Kriseninterventionsteams beteiligt, die die Angehörigen betreuten. Der Fall reiht sich in eine Serie tödlicher Badeunfälle, die in den heißen Sommertagen zunehmen. Rettungsorganisationen warnen regelmäßig davor, an unbekannten Stellen in Flüsse und an Wehre zu springen: Was harmlos aussieht, kann eine lebensgefährliche Strömung verbergen.