Eine dunkle Rauchsäule über dem Norden Berlins hat am Donnerstagmorgen viele Menschen aufschauen lassen. Ursache war ein Brand auf einem Recyclinghof in Berlin-Reinickendorf, zu dem die Feuerwehr mit einem größeren Aufgebot ausrückte.

Feuer im Sperrmüll

Der Einsatz begann um 8.41 Uhr in der Montanstraße. Auf dem Gelände des Recyclingbetriebs war gelagerter Sperrmüll auf einer Fläche von rund 120 Quadratmetern in Brand geraten. Solche Lager aus Holz, Kunststoff und Polstermöbeln brennen schnell und heiß und entwickeln viel Qualm – entsprechend markant fiel die Rauchsäule aus.

Rund 50 Einsatzkräfte

Zur Bekämpfung des Feuers waren etwa 50 Feuerwehrleute im Einsatz. Wegen der starken Rauchentwicklung wies die Feuerwehr darauf hin, dass es in den umliegenden Stadtteilen zu Geruchsbelästigungen kommen könne, unter anderem in Wittenau, Reinickendorf und Wilhelmsruh. Anwohnerinnen und Anwohner in der Rauchfahne sind bei solchen Lagen gut beraten, Fenster und Türen vorsorglich geschlossen zu halten.

Keine Angaben zu Verletzten

Zu Verletzten machten die Einsatzkräfte zunächst keine Angaben. Auch die Ursache des Feuers war vorerst offen; über sie lässt sich in dieser frühen Phase seriös nichts sagen. Brände in Recycling- und Entsorgungsbetrieben sind kein seltenes Ereignis: In den dichten Materiallagern kann sich ein Feuer rasch ausbreiten, und die Löscharbeiten ziehen sich oft hin, weil Glutnester tief im Müll immer wieder aufflammen. Genauere Angaben zum Schaden und zur Brandursache dürften erst nach Abschluss der Löscharbeiten vorliegen.