In Neumünster hat ein Brand in einer Lagerhalle die Feuerwehr zu einem ihrer größeren Einsätze der jüngeren Zeit gerufen. Über dem Gewerbegebiet stand eine weithin sichtbare Rauchsäule.
Feuer im Hochregallager
Die ersten Notrufe gingen am Morgen ein, nachdem dichter, dunkler Qualm aus einer Lagerhalle im Gewerbegebiet aufgestiegen war. In dem Komplex lagerten unter anderem Elektroartikel; betroffen war ein Hochregallager, in dem auch Akkus – etwa für E-Scooter – eingelagert waren. Genau diese Akkus machten den Einsatz besonders schwierig: Sie können sich bei großer Hitze immer wieder neu entzünden und sind nur aufwendig zu löschen.
Rund 100 Einsatzkräfte
Im Einsatz waren etwa 80 bis 100 Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde ein benachbarter Betrieb vorsorglich geräumt. Verletzt wurde nach Angaben der Einsatzkräfte niemand. Die Feuerwehr setzte unter anderem leistungsstarke Lüfter ein, um den Rauch aus der Halle zu drücken und den unter Atemschutz arbeitenden Trupps die Sicht zu verbessern.
Ursache noch unklar
Wie es zu dem Brand kam, war zunächst nicht bekannt; zur Ursache äußerten sich die Behörden nicht. Auch die Höhe des Sachschadens stand zunächst nicht fest. Wegen der Gefahr, dass sich in den Akkus Glutnester halten, blieb die Brandstelle nach dem Löschen weiter unter Beobachtung. Der Fall zeigt einmal mehr, wie anspruchsvoll Brände in modernen Lagern mit Lithium-Akkus für die Feuerwehren sind – ein Problem, das mit der Verbreitung von Akkugeräten zunimmt.



