Es hätte die erste große Überraschung der K.-o.-Runde werden können – am Ende aber setzte sich der Favorit durch, wenn auch mit viel Mühe: England steht nach einem 2:1 gegen die DR Kongo im Achtelfinale.

Ein früher Schock

Die Partie begann für die Three Lions denkbar schlecht. Schon in der 7. Minute brachte Brian Cipenga die DR Kongo in Führung und sorgte für Unruhe im englischen Lager. Der Außenseiter verteidigte anschließend diszipliniert, stand kompakt und ließ die favorisierten Engländer lange verzweifeln. Trotz optischer Überlegenheit fanden die Three Lions kaum ein Mittel gegen die gut organisierte Defensive.

Der Doppelpack des Kapitäns

Dann aber schlug die Stunde von Harry Kane. In der 75. Minute glich der Kapitän zum 1:1 aus, elf Minuten später traf er erneut und drehte die Partie zum 2:1. Zwei Tore in der Schlussphase – und aus einem drohenden Debakel wurde doch noch ein Sieg. Einmal mehr war es der Stürmer, der England in einem engen Spiel den entscheidenden Moment lieferte.

Respekt für die DR Kongo

Für die DR Kongo endet damit ein bemerkenswertes Turnier in der ersten K.-o.-Runde. Über weite Strecken hatte die Mannschaft dem hohen Favoriten Paroli geboten und war einer Sensation nahe. Dass es am Ende nicht reichte, schmälert die Leistung kaum – der Auftritt zeigte, wie eng die Weltspitze im aufgeblähten Teilnehmerfeld dieser WM zusammengerückt ist.

Nächste Aufgabe: Mexiko

Im Achtelfinale trifft England nun auf Co-Gastgeber Mexiko – ein Gegner, der von der Unterstützung eines euphorischen Heimpublikums getragen wird. Für die Three Lions wird das eine andere Art von Prüfung als das Ringen gegen die kompakte DR Kongo: gegen Mexiko dürfte es lauter, hitziger und offener zugehen. England hat gegen den tapferen Außenseiter viel Kraft gelassen – und weiß nun, dass es sich im Turnier deutlich steigern muss.