Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika hat Frankreich in der Nacht ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt – und der Star des Abends hieß einmal mehr Kylian Mbappé.

Ein Doppelpack zur rechten Zeit

Im Sechzehntelfinale, der ersten K.-o.-Runde des auf 48 Teams aufgeblähten Turniers, bezwang Frankreich Schweden mit 3:0. Mbappé traf kurz vor der Pause und erneut in der 74. Minute, dazwischen erhöhte Bradley Barcola. Der Kapitän untermauerte damit seine überragende Verfassung: Mit nun sechs Toren in vier Turnierspielen liegt er gleichauf mit Lionel Messi an der Spitze der WM-Torschützenliste.

Das Traumduo läuft heiß

Sportlich war es eine Machtdemonstration: Vor allem das Zusammenspiel von Mbappé und Michael Olise brachte die schwedische Defensive immer wieder in Not. Die Skandinavier, die zuvor überrascht hatten, fanden gegen das französische Tempo kaum ein Mittel. Frankreich, Weltmeister von 2018 und Finalist von 2022, festigte mit dem Auftritt seine Rolle als einer der Titelfavoriten.

Nächster Gegner mit deutscher Vorgeschichte

Im Achtelfinale wartet nun Paraguay – ein Gegner, der aus deutscher Sicht schmerzhafte Erinnerungen weckt. Denn Paraguay hatte zuvor die deutsche Mannschaft aus dem Turnier geworfen, im Elfmeterschießen. Für die Franzosen ist es die Chance, den Schwung mitzunehmen; für die Neutralen die Frage, ob der Außenseiter erneut einen Favoriten ärgern kann.

Ein Rücktritt nach dem Aus

Während Frankreich weiterzieht, endet für eine andere Fußballnation das Turnier mit einem Bruch. Die Niederlande sind ausgeschieden – im Elfmeterschießen. Bondscoach Ronald Koeman zog daraus die Konsequenz und trat zurück. Der 63-Jährige, seit 2023 in seiner zweiten Amtszeit als Nationaltrainer, verwies neben dem sportlichen Aus auch auf persönliche Gründe. Für „Oranje" beginnt damit einmal mehr die Suche nach einem neuen Anfang – während Mbappé und Frankreich weiter vom Titel träumen dürfen.