Es war eine der überraschendsten Rückkehren der jüngeren Tennisgeschichte – und sie endete schneller als erhofft: Serena Williams ist bei ihrem Wimbledon-Comeback schon in der ersten Runde ausgeschieden.

Rückkehr nach langer Pause

Fast vier Jahre nach ihrem letzten Einzel bei den US Open 2022 stand die 44-Jährige wieder auf dem Centre Court. Ihr Comeback hatte für Aufsehen gesorgt, schließlich zählt Williams zu den größten Spielerinnen der Geschichte – allein in Wimbledon gewann sie sieben Einzeltitel. Umso größer war die Erwartung, als sie am 30. Juni zu ihrer Erstrundenpartie antrat.

Niederlage gegen ein junges Talent

Gegnerin war die erst 20 Jahre alte Australierin Maya Joint, in der Weltrangliste jenseits der Top 80 notiert. Was folgte, war ein Kampf über drei Sätze: Joint setzte sich mit 6:3, 6:7, 6:3 durch. Dramatisch wurde es im zweiten Durchgang, den Williams im Tiebreak für sich entschied und dabei einen Matchball abwehrte – begleitet von stehenden Ovationen. Am Ende aber war die jüngere, druckvoller aufspielende Australierin einen Tick stärker. Für Joint war es die Erfüllung eines Kindheitstraums: ein Match gegen ihr Idol – und dann auch noch der Sieg.

Würde in der Niederlage

Williams nahm das Aus gefasst auf. Sie sei einfach glücklich gewesen, zurück in Wimbledon zu sein, sagte sie sinngemäß nach der Partie; die Atmosphäre habe sie sehr genossen. Von der Tribüne aus hatten ihr Ehemann und ihre beiden Töchter zugesehen – ein Moment, den sie nach eigenen Worten mehr auskostete als früher, in den Jahren des reinen Erfolgshungers.

Weiter im Doppel

Ganz vorbei ist das Wimbledon-Abenteuer für Williams damit noch nicht. Im Einzel ist sie zwar ausgeschieden, doch im Doppel will sie an der Seite ihrer Schwester Venus antreten. Für die Fans bleibt so die Chance, die beiden Ausnahmespielerinnen noch einmal gemeinsam auf dem Rasen zu erleben – und für Serena Williams die Gelegenheit, ihr Comeback mit einem versöhnlicheren Ergebnis abzurunden.