Deutschland bereitet Hilfe für das vom Erdbeben schwer getroffene Venezuela vor. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat angekündigt, sechs Militärtransporter vom Typ Airbus A400M startklar machen zu lassen, wie aero.de berichtet.

Was die Bundeswehr leisten könnte

Mit den Maschinen ließen sich Soldatinnen und Soldaten, Mitarbeitende des Technischen Hilfswerks (THW), Hilfsgüter und technisches Gerät in das Katastrophengebiet fliegen. Wichtig ist die Einordnung: Es handelt sich bislang um ein vorbereitetes Angebot, nicht um einen beschlossenen Einsatz. Damit die Maschinen abheben, muss Venezuela die Hilfe formal anfordern. Pistorius betonte die Bereitschaft Deutschlands zur internationalen Katastrophenhilfe.

Die Lage vor Ort

Auslöser sind zwei schwere Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5, die am Vorabend den Bundesstaat Yaracuy im Nordwesten Venezuelas erschüttert hatten. Nach Angaben der Regierung kamen mindestens 32 Menschen ums Leben, mehr als 700 wurden verletzt. Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez rief den Notstand aus. Der US-Erdbebendienst USGS hält angesichts der Stärke und der geringen Herdtiefe deutlich höhere Opferzahlen für möglich; die Zahlen dürften in den kommenden Tagen steigen.

Erschwert werden die Rettungs- und Hilfseinsätze durch den beschädigten Flughafen der Hauptstadt Caracas – ein Grund, warum die transportstarke A400M-Flotte für Flüge auch innerhalb des Landes von Bedeutung sein könnte.

Breite internationale Hilfe

Deutschland ist nicht allein. Auch die USA kündigten rasche Unterstützung an: Präsident Donald Trump erklärte die Bereitschaft zu helfen, Außenminister Marco Rubio stellte Such- und Rettungsteams sowie medizinische Hilfe in Aussicht. Aus der Region sagten zahlreiche Staaten Unterstützung zu, darunter Kolumbien, Brasilien, Mexiko und El Salvador. Wie schnell die internationale Hilfe das Land erreicht, hängt nun maßgeblich davon ab, wie zügig die beschädigte Infrastruktur den Transport zulässt.