Im Schwergewichtsboxen bahnt sich eine deutsche Chance an: Weltmeister Oleksandr Usyk soll seinen WBC-Titel gegen den Pflichtherausforderer Agit Kabayel verteidigen – tut er das nicht, droht ihm der Verlust des Gürtels. Wie der Tagesspiegel berichtet, deutet einiges darauf hin, dass Usyk den Titel lieber niederlegt – und damit den Weg für den Bochumer frei machen könnte.
Die Ausgangslage
Der Box-Weltverband WBC hat eine Frist gesetzt: Bis Ende Juni müssen sich beide Lager auf einen Kampf einigen, sonst wird er ausgeschrieben – oder Usyk gibt den Titel ab. Usyks Team hat angedeutet, dass eine Titelabtretung wahrscheinlich ist, wenn die finanziellen Bedingungen nicht stimmen. Es wäre nicht das erste Mal: Bereits Ende 2025 hatte Usyk einen anderen seiner Gürtel niedergelegt, um einer Pflichtverteidigung zu entgehen.
Kabayels große Chance
Für Agit Kabayel könnte das der Durchbruch sein. Der ungeschlagene Deutsch-Türke ist aktueller WBC-Interimsweltmeister im Schwergewicht. Legt Usyk den regulären Titel nieder, könnte der Verband Kabayel zum Weltmeister erklären – oder einen Kampf um den vakanten Gürtel ansetzen. Ein deutscher Schwergewichts-Weltmeister wäre eine historische Seltenheit: Den Titel hielt zuletzt Max Schmeling in den 1930er-Jahren.
Noch ist nichts entschieden
Klar ist: Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Ob Usyk doch noch gegen Kabayel boxt, den Titel abgibt oder andere Pläne verfolgt, will sein Team in den kommenden Tagen verkünden. Für Kabayel heißt es bis dahin: warten – und hoffen, dass sich die größte Chance seiner Karriere von selbst ergibt.



