Ein letztes Glänzen aus der großen Zeit des italienischen Kinos: Schmuck aus dem persönlichen Nachlass von Claudia Cardinale ist in Paris versteigert worden. Wie der Tagesspiegel unter Berufung auf die dpa berichtet, brachten rund zwanzig Stücke insgesamt 826.262 Euro ein.
Erinnerungen an die großen Jahre
Viele der Stücke stammten aus den 1960er-Jahren – Geschenke aus Cardinales aktivster Zeit, als sie in mehreren Filmen pro Jahr vor der Kamera stand. Darunter waren Arbeiten bekannter Häuser wie Bulgari sowie ein Stück, das die Schauspielerin bei der Premiere von Viscontis „Der Leopard" getragen haben soll (JCK Online). Die Auswahl für die Versteigerung trafen ihre Kinder.
Ein Teil für die Stiftung
Ein Teil des Erlöses fließt nach Angaben der Familie in die von Cardinale gegründete Stiftung, die unter anderem den künstlerischen Nachwuchs fördert. Die Versteigerung sei auch als Würdigung gedacht: Die Schmuckstücke sollten ein „neues Leben" bekommen, statt im Verborgenen zu bleiben.
Wer Claudia Cardinale war
Claudia Cardinale, 1938 in Tunis geboren, gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Gesichtern des europäischen Films. Sie spielte in Klassikern wie „Der Leopard", Fellinis „Achteinhalb" und Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod". Im vergangenen Jahr starb sie im Alter von 87 Jahren. Die Auktion ihres Schmucks ist damit auch ein stiller Nachruf auf eine Ära, in der das italienische Kino die Welt verzauberte.



