Theater unter freiem Himmel, gespielt in den Mauern einer mittelalterlichen Ruine: Die Bad Hersfelder Festspiele feiern in diesem Sommer ihr 75-jähriges Bestehen. Wie die Hessenschau berichtet, startet die Jubiläumssaison mit einem vielfältigen Programm.
Eine einzigartige Spielstätte
Gegründet 1951, haben sich die Festspiele zu einem der renommiertesten Open-Air-Festivals im deutschsprachigen Raum entwickelt. Gespielt wird in der Stiftsruine, der größten romanischen Kirchenruine Europas, die rund 1.600 Zuschauern Platz bietet. Ein bewegliches Dach schützt das Publikum bei Regen, ohne den besonderen Charakter des Ortes zu stören. Jahr für Jahr kommen rund 100.000 Menschen nach Nordhessen.
Neue Intendantin zum Jubiläum
Zur Jubiläumssaison übernahm die Theatermacherin Elke Hesse die Intendanz – sie hatte das Festival bereits einmal geleitet. Ihr Vorgänger Joern Hinkel hatte die Festspiele in den Jahren zuvor unter anderem durch die Corona-Zeit geführt und zuletzt starke Besucherzahlen erzielt.
Das Programm der Jubiläumssaison
Eröffnet wird die 75. Spielzeit mit der Weltpremiere von „Parzival – Die Suche nach dem Heiligen Gral", die den mittelalterlichen Stoff in zeitgenössische Theatersprache übersetzt. Daneben stehen unter anderem die Antikriegskomödie „Lysistrata", das Familienstück „Pippi Langstrumpf" und – am nahen Schloss Eichhof – Molières „Schule der Frauen" auf hessisch sowie eine Bühnenfassung des Bestsellers „Achtsam morden" auf dem Spielplan (Festspiele).
Verwurzelt in der Stadt
Begleitend zum Jubiläum bindet ein Bürgerprojekt Schulen, Kindergärten und Chöre der Region ein. Seit 75 Jahren sind die Festspiele fest in der Stadtgesellschaft verankert – und strahlen weit über Hessen hinaus.



