Das Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin geht wieder auf Wachstumskurs. Wie heise online berichtet, will der US-Elektroautobauer rund 1.000 neue Beschäftigte für die Fahrzeugproduktion einstellen. Das Werk hatte zuvor eine schwierige Phase mit sinkenden Absatzzahlen und einem Rückgang der Belegschaft hinter sich.

Mehr Autos pro Woche

Hintergrund ist ein geplanter Produktionsausbau. Wie der Tagesspiegel berichtet, soll die Wochenproduktion ab Juli 2026 auf rund 6.200 Fahrzeuge steigen – ein Plus von etwa 20 Prozent. Für Oktober ist eine weitere Erhöhung auf 7.500 Einheiten pro Woche vorgesehen. Damit nähert sich das Werk dem ursprünglich angepeilten Kapazitätsziel an.

Batteriezellen als zweites Standbein

Über die Fahrzeugfertigung hinaus plant Tesla den Aufbau einer Batteriezellfertigung am Standort. Dafür sollen nach Unternehmensangaben weitere Stellen entstehen; in der Summe könnten mittelfristig mehrere Tausend neue Arbeitsplätze zusammenkommen. Eine durchgängige Fertigung von der Zelle bis zum fertigen Auto ist mittelfristig das Ziel.

Erholung beim Absatz

Treiber des Ausbaus ist eine Erholung der Verkaufszahlen. In Deutschland legten die Tesla-Neuzulassungen zuletzt kräftig zu. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wertete die Investitionen als gutes Signal für die Region – gerade weil andere Autohersteller derzeit eher über Stellenabbau diskutieren.

Tarif und Umwelt bleiben Streitpunkte

Bei aller Expansion bleiben zwei Konfliktlinien bestehen. Im Werk gilt kein Tarifvertrag; die IG Metall ringt mit dem werkseigenen Betriebsrat um mehr Mitbestimmung und bessere Bedingungen. Und seit der Ansiedlung begleiten Umweltschützer das Werk kritisch – vor allem wegen des Wasserverbrauchs in der vergleichsweise wasserarmen Region und der Erweiterungspläne auf dem Gelände.