Der Buckingham-Palast ist das wohl bekannteste Königsschloss der Welt – doch König Charles III. will dort offenbar nicht dauerhaft wohnen. Wie der Tagesspiegel berichtet, bleibt der König auch nach dem Abschluss der laufenden Renovierung im benachbarten Clarence House.
Tradition seit Königin Victoria
Charles und Königin Camilla leben seit Jahren in Clarence House, das sie sich nach ihrem Geschmack eingerichtet haben. Bliebe es dabei, wäre Charles der erste britische Monarch seit Königin Victoria, der nicht im Buckingham-Palast residiert – seit deren Einzug 1837 gilt der Palast als zentraler Wohn- und Arbeitssitz der Krone (Stuttgarter Zeitung).
Repräsentativer Prunkbau
Der Palast würde damit vor allem zeremoniellen Zwecken dienen: Staatsbanketten, Empfängen und Ordensverleihungen. Auch eine stärkere Öffnung für Besucher ist im Gespräch. Wichtig: Im Palast soll es weiterhin private Räume geben, die ein künftiges Königspaar wieder bewohnen könnte – die Tür ist also nicht für immer zu.
Eine Sanierung für Jahrzehnte
Hintergrund ist eine seit Jahren laufende Grundsanierung. Leitungen, Rohre und Heizung stammten teils noch aus den 1950er-Jahren; das Königshaus will den Palast „fit für die nächsten 50 Jahre" machen. Die Kosten des jahrelangen Projekts werden mit mehreren Hundert Millionen Pfund angegeben. Mit dem Auslaufen der Bauphase soll auch der staatliche Zuschuss für die Royals, der sogenannte Sovereign Grant, wieder sinken.
Vertraute Räume
Charles gilt als Mensch mit klaren Vorlieben; das überschaubarere Clarence House und sein Landgut Highgrove entsprechen seinem Lebensstil offenbar mehr als der riesige Palast. Der König war 2024 an Krebs erkrankt – ob das bei der Entscheidung eine Rolle spielt, hat der Palast nicht kommentiert.



