Es war ein Abend mit Traumstart und bitterem Ende: Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr letztes Vorrundenspiel der WM 2026 gegen Ecuador mit 1:2 (1:1) verloren. Wie die Sportschau berichtet, kassierte die DFB-Elf im MetLife Stadium von East Rutherford – dem vorgesehenen Finalort – einen herben Dämpfer.

Früher Treffer, schnelle Antwort

Schon in der 2. Minute brachte Leroy Sané Deutschland in Führung, vorbereitet von Florian Wirtz. Doch der Vorsprung hielt nicht lange: In der 9. Minute glich Nilson Angulo mit einem sehenswerten Schuss aus der Distanz aus. Zur Pause stand es 1:1.

Schon der Führungstreffer war umstritten: In der Entstehung soll ein Foul von Aleksandar Pavlović an Ecuadors Pedro Vite vorausgegangen sein, das Schiedsrichterin Tori Penso und der Videoschiedsrichter ungeahndet ließen. Mehrere TV-Experten werteten die Szene im Nachhinein als klares Foul, das den Treffer hätte verhindern müssen (t-online).

Ecuador dreht das Spiel

Nach der Pause übernahm Ecuador zunehmend die Kontrolle. Deutschland leistete sich zu viele Ballverluste im Mittelfeld. In der Schlussphase fiel die Entscheidung: Nach einer Ecke und einer Kopfballverlängerung stocherte Gonzalo Plata den Ball aus kurzer Distanz zum 2:1 über die Linie. Trotz mehr Ballbesitz fehlte den Deutschen die Effizienz und die defensive Stabilität.

Gruppensieg trotz Niederlage

Sportlich ist der Schaden begrenzt: Weil Deutschland die ersten beiden Gruppenspiele gewonnen hatte, reicht es trotz der Pleite zum Sieg in der Gruppe E. Auch Ecuador zieht ins Achtelfinale ein. Bundestrainer Julian Nagelsmann übte dennoch Selbstkritik: Nach dem starken Beginn habe man zu früh Fehler gemacht. Im K.-o.-System, das nun folgt, dürften solche Nachlässigkeiten teurer werden.