Die Sonne scheint, das Rad ist geölt – bleibt die Frage nach der richtigen Strecke. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) nimmt Radfahrenden diese Suche jetzt ein Stück weit ab und stellt ausgewählte Touren auf der Tourenplaner-Plattform Komoot bereit. Für Radurlauber wie für Alltagsradler ist das eine praktische Fundgrube.

Was der ADFC anbietet

Grundlage ist das digitale Angebot rund um das ADFC-Magazin „Deutschland per Rad entdecken". Dort finden sich mehr als 165 ausgewählte Radrouten quer durch die Republik – darunter ausgezeichnete Qualitätsradrouten, klassische Radfernwege und die vom Verband gekürten RadReiseRegionen, die für ein gut ausgebautes, radfreundliches Netz stehen. Zu jeder Strecke gibt es Angaben zur Schwierigkeit, Hinweise auf Sehenswürdigkeiten am Wegrand und praktische Tipps. Neben den großen Fernwegen sind auch kürzere Tagestouren dabei.

Eine feste bundesweite Gesamtzahl der eingestellten Touren gibt es nicht, denn über die Veröffentlichung entscheiden die regionalen ADFC-Gliederungen weitgehend selbst – das Angebot wächst also laufend. Wer lieber in Gesellschaft fährt, wird ohnehin fündig: Die Regionalverbände organisieren nach Verbandsangaben jährlich rund 14.000 geführte Touren.

Kostenlos und offline nutzbar

Der Zugriff ist kostenlos, und ein ADFC-Profil braucht es nicht: Das Angebot steht allen Komoot-Nutzern offen, nicht nur Vereinsmitgliedern. Über die App lassen sich die Strecken herunterladen und unterwegs auch ohne Mobilfunknetz navigieren – gerade auf dem Land ein Vorteil. Zusatzfunktionen bietet Komoot in einer kostenpflichtigen Premium-Stufe an; für die ADFC-Touren ist das aber nicht nötig.

Den Ausschlag für die Plattform gab die Reichweite. Der ADFC bezeichnet Komoot als das meistgenutzte Werkzeug für die Planung von Radurlauben. Das Prinzip ist denkbar einfach: die Tour zu Hause bequem am Bildschirm zusammenstellen und sie dann per Handy in der Lenkertasche abfahren.

Digitalisierung eines bewährten Angebots

Der ADFC versteht sich als großer Interessenverband der Radfahrenden und ist zugleich eine feste Größe im Radtourismus – etwa durch seine jährliche Radreiseanalyse und die Zertifizierung von Qualitätsradwegen. Die Kooperation mit Komoot, vorgestellt auf der Stuttgarter Reisemesse CMT, überführt das etablierte gedruckte Angebot in ein digitales Format, das dem Verhalten vieler Radreisender entgegenkommt. Für die laufende Saison heißt das: Ob mehrtägige Radreise oder entspannter Sonntagsausflug – geprüfte Vorschläge gibt es künftig mit wenigen Klicks.