Ein torloses Unentschieden, und doch ein Freudentaumel: Mit dem 0:0 gegen Saudi-Arabien hat die Nationalmannschaft von Kap Verde bei der Weltmeisterschaft 2026 das größte Kapitel ihrer Fußballgeschichte geschrieben. Der Inselstaat im Atlantik übersteht bei seiner ersten WM-Teilnahme überhaupt die Gruppenphase und steht im Sechzehntelfinale.

Drei Remis, ein historischer Coup

In der Gruppe H spielte Kap Verde dreimal unentschieden und kam so auf drei Punkte – genug für Platz zwei und das Ticket in die K.-o.-Runde. Dass eine Mannschaft ohne jede WM-Erfahrung in einer Gruppe mit schweren Gegnern kein einziges Spiel verliert, ist eine der Überraschungen des Turniers.

„Das ist ein sehr besonderer Moment. Ich glaube, so etwas habe ich auf dem Platz noch nie gefühlt", sagte Mittelfeldspieler Deroy Duarte nach dem Abpfiff. Die Mannschaft von Trainer Bubista feierte den Einzug ausgelassen.

David gegen Goliath: Es wartet Messi

Nun folgt das scheinbar Unmögliche: Im Sechzehntelfinale am Samstag, dem 4. Juli 2026, trifft Kap Verde auf Argentinien – den amtierenden Weltmeister um Superstar Lionel Messi. Die Fallhöhe könnte kaum größer sein, und genau das macht den Reiz dieser Begegnung aus.

Kap Verde ist eine Inselrepublik vor der westafrikanischen Küste mit nur rund einer halben Million Einwohnern. Dass ein so kleines Land bei einer WM in die K.-o.-Runde einzieht, ist auch im Vergleich der Turniergeschichte bemerkenswert.

Nichts zu verlieren

Gegen Argentinien wird Kap Verde der krasse Außenseiter sein – so wie schon in jedem Gruppenspiel. Vielleicht ist genau das der größte Vorteil der „Blauen Haie", wie das Team genannt wird: Sie müssen nichts beweisen außer sich selbst. Für ein ganzes Land wird der 4. Juli zum Festtag – ganz gleich, wie das Spiel ausgeht.