Mit der deutschen Mannschaft zur WM – für viele Fans ein Lebenstraum. Doch die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ist auch eine Frage des Geldbeutels. Ein Anhänger hat dem Tagesspiegel vorgerechnet, was es kostet, dem DFB-Team von der Gruppenphase bis zum Finale zu folgen. Sein Ergebnis: zwischen 12.000 und 15.000 Euro.

Allein die Gruppenphase: über 3.000 Euro

Die Rechnung beginnt mit der Vorrunde. Für Flüge zwischen den weit auseinanderliegenden Spielorten, Hotels und einen Mietwagen kamen in der Gruppenphase rund 3.200 Euro zusammen. Hinzu kamen drei Eintrittskarten zu 160, 330 und 240 Euro – je nach Stadion und Sitzplatzkategorie.

Schon diese Zahlen zeigen das Grundproblem eines WM-Trips durch Nordamerika: Die Entfernungen sind gewaltig. Das Turnier erstreckt sich über drei Länder und 16 Austragungsorte, von Vancouver bis Miami. Wer einer Mannschaft folgt, ist ständig unterwegs – per Inlandsflug oder im Mietwagen.

Tickets: Der eigentliche Kostentreiber

Richtig teuer wird es in der K.-o.-Runde. Für ein mögliches Finalticket hat der Fan eine persönliche Schmerzgrenze von 3.500 Euro eingeplant – für einen einzigen Abend im Stadion. Die FIFA hatte zwar gestaffelte Ticketkategorien mit vergleichsweise moderaten Einstiegspreisen angekündigt, doch wer im Losverfahren leer ausging und auf dem Zweitmarkt kaufen muss, zahlt oft ein Vielfaches.

Dazu kommen die Nebenkosten vor Ort, die sich summieren: Ein Bier im Stadion, berichtet der Fan, könne schon mal 20 Euro kosten.

Lohnt sich das?

Für die meisten dürfte ein solcher Trip außer Reichweite liegen – 12.000 bis 15.000 Euro entsprechen mehreren Monatsgehältern. Der Fan selbst sagt dennoch Ja: Das Erlebnis, dabei zu sein, sei für ihn unbezahlbar. An der Preispolitik der FIFA lässt er trotzdem kein gutes Haar.

Für alle anderen bleibt der günstigere Weg: Public Viewing in der Heimat – mit Bier zum Supermarktpreis und ohne Zehntausende Kilometer im Reisegepäck.