Wenn die Temperaturen über die 40-Grad-Marke klettern, wird ein guter Ventilator schnell zum wichtigsten Gerät im Haushalt. Doch welcher passt zu welchem Bedarf? Ein aktueller Test von heise online mit zehn Modellen liefert Orientierung.

Welche Typen gibt es?

Tischventilatoren sind kompakt und günstig und kühlen gezielt eine Person. Standventilatoren sind die Allrounder für Wohn- und Schlafzimmer und meist in der Höhe verstellbar. Turmventilatoren stehen schmal in der Ecke und verteilen die Luft breiter. Rotorlose Modelle – etwa von Dyson – blasen Luft durch einen geschlossenen Ring und gelten als besonders sicher für Haushalte mit Kindern oder Haustieren, sind dafür aber teurer.

Worauf beim Kauf achten?

Für den Schlafbetrieb ist die Lautstärke entscheidend: Die leisesten Geräte im Test beginnen bei rund 22 dB(A). Stromverbrauch zählt im Dauerbetrieb – sparsame Modelle laufen mit gut einem Watt auf niedriger Stufe, während Hightech-Geräte mit Sprühnebel bis zu 84 Watt ziehen. Außerdem wichtig: Luftstrom und Reichweite passend zur Raumgröße sowie ein praktischer Timer oder Sleep-Modus für die Nacht.

Die Testsieger

Gesamtsieger ist der SwitchBot Standventilator mit Akku: Er verbraucht auf der niedrigsten Stufe nur 1,1 Watt (maximal 12 Watt), bleibt mit 23 dB(A) angenehm leise und lässt sich per App steuern. Aktuell ist er allerdings teuer – statt der üblichen rund 90 Euro werden zur Hochsaison eher 178 Euro fällig; Warten kann sich lohnen.

Den Titel „Technologiesieger" holt der Dreo Turbocool 765S (rund 220 Euro): ein Turmventilator mit Sprühnebelfunktion und Sechs-Liter-Tank, der den stärksten Luftstrom im Test erzeugt – im Vollbetrieb aber 84 Watt zieht und hörbar ist.

Preis-Leistungs-Sieger ist der Meaco Sefte 6 (rund 80 Euro): Mit 22 dB(A) der leiseste im Test, sehr sparsam, jedoch mit kurzer Reichweite – gut zur Personenkühlung, nicht für den ganzen Raum. Wer Sicherheit über alles stellt, greift zum rotorlosen Dyson Cool CF1 (rund 249 Euro).

Tipps für kühle Nächte

Den größten Effekt erzielt man, wenn der Ventilator nachts die kühlere Außenluft durchs offene Fenster in den Raum zieht, statt nur auf den Körper zu blasen. Ein feuchtes Tuch vor dem Gerät verstärkt durch Verdunstung den Kühleffekt. Und ein Modell mit Timer oder Sleep-Modus sorgt dafür, dass der Lüfter nach dem Einschlafen automatisch leiser läuft oder abschaltet.