Sie gehören zum Sommer wie das Eis am Nachmittag: Geranien, die in Rot, Rosa und Weiß über Balkonkästen leuchten. Doch in einer Hitzewelle lässt die Pracht oft schnell nach. Mit ein paar einfachen Regeln bleiben die Pflanzen bis in den Herbst hinein in Form.

Auf den Zeitpunkt kommt es an

Der häufigste Fehler ist das Gießen in der Mittagssonne. Ein großer Teil des Wassers verdunstet dann, bevor es überhaupt die Wurzeln erreicht – und Tropfen auf den Blättern können in der prallen Sonne wie kleine Brenngläser wirken. Besser ist es, früh am Morgen oder am Abend zu gießen, wenn es kühler ist. Am Morgen sind die Pflanzen so für den heißen Tag gerüstet.

Die richtige Menge – und die richtige Stelle

Statt nach starren Literangaben zu gießen, hilft eine einfache Faustregel: ein gut gefülltes Glas Wasser pro Einzelpflanze, bei einem üblichen Balkonkasten entsprechend mehr. Ziel ist eine gleichmäßig feuchte, nicht klatschnasse Erde. Wichtig ist auch, das Wasser direkt an die Wurzeln zu geben und nicht über Blüten und Blätter zu schütten – das spart Wasser und beugt Pilzbefall vor. Staunässe im Übertopf sollte man vermeiden, sonst drohen faulende Wurzeln.

Verblühtes ausputzen lohnt sich

Ein oft unterschätzter Trick für eine lange Blüte: regelmäßig die verwelkten Blüten entfernen. Geranien stecken sonst Energie in die Samenbildung und stellen das Blühen ein. Wer konsequent ausputzt, regt die Pflanze dazu an, immer wieder neue Knospen zu bilden. Am leichtesten gelingt das, wenn die Stängel nach dem Gießen prall mit Wasser gefüllt sind und sauber abknicken.

Nährstoffe nicht vergessen

Wer üppige Blüten den ganzen Sommer über will, sollte düngen. In der Hauptwachstumszeit empfiehlt sich eine wöchentliche Gabe Flüssigdünger über das Gießwasser. Dabei aber die Dosierungsangabe auf der Packung beachten und nicht überschreiten – mehr hilft nicht mehr, sondern kann schaden, gerade wenn mehrere Pflanzen denselben Kasten teilen.

Wenig Aufwand, große Wirkung

Üppige Geranien sind also kein Zufall, sondern das Ergebnis kleiner Routinen: morgens gießen, an die Wurzel statt auf die Blüte, regelmäßig ausputzen, maßvoll düngen. Wer diese Handgriffe beherzigt, übersteht mit seinen Balkonblumen auch die heißesten Tage – und hat bis weit in den Spätsommer hinein etwas davon.