China kommt in diesem Sommer nicht zur Ruhe: Gleich in mehreren Landesteilen haben heftige Unwetter Tote gefordert, Häuser zerstört und Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Und die Wetterlage dürfte sich in den kommenden Tagen noch verschärfen.

Elf Tote und ein Tornado in Hubei

In der zentralchinesischen Provinz Hubei kamen bei schweren Stürmen in der Nacht zum Dienstag mindestens elf Menschen ums Leben, eine weitere Person wird vermisst. Mehr als 275 Menschen wurden verletzt, wie unter anderem die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet. Besonders schwer traf es den Osten der Region. In der Stadt Huanggang richtete ein Tornado erhebliche Schäden an, Hunderte Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden.

Erdrutsch verschüttet Dutzende in Gansu

Im Nordwesten des Landes ereignete sich eine weitere Tragödie. Im Kreis Tanchang in der Provinz Gansu verschüttete ein Erdrutsch nach Behördenangaben insgesamt 33 Menschen. Bis zuletzt konnten Rettungskräfte 17 von ihnen bergen, die Suche nach den Übrigen ging unter schwierigen Bedingungen weiter.

Auch im Süden, in der Region Guangxi, sorgten anhaltend heftige Regenfälle für Überschwemmungen. Videos in sozialen Medien zeigten überflutete Straßen und reißende Wassermassen.

Ein Supertaifun im Anmarsch

Als wäre das nicht genug, droht bereits die nächste Gefahr. Der Supertaifun Bavi zieht vom Pazifik heran und steuert auf Taiwan und den Südosten Chinas zu, wie der Tagesspiegel berichtet. Die Behörden bereiten sich auf weitere Überflutungen und mögliche Erdrutsche vor.

Ein Sommer der Extreme

China erlebt in der Regenzeit regelmäßig schwere Unwetter, doch Häufigkeit und Wucht solcher Ereignisse nehmen zu. Starkregen, Sturzfluten und Erdrutsche treffen dabei oft dicht besiedelte Regionen mit voller Härte.

Für die betroffenen Menschen zählt nun jede Stunde. Während die Rettungskräfte weiter nach Verschütteten und Vermissten suchen, richtet sich der bange Blick zugleich schon auf den heranziehenden Sturm.