Es ist das Duell, das die Tour de France seit Jahren prägt, und es hat schon früh seinen ersten Höhepunkt: Auf der dritten Etappe hat Tadej Pogačar seinen großen Rivalen Jonas Vingegaard bezwungen und sich gleich das Gelbe Trikot gesichert.

Entscheidung im Schlussanstieg

Lange fuhren die beiden Topfavoriten gemeinsam an der Spitze, bis der finale Anstieg die Entscheidung brachte. In den letzten Metern zog Pogačar an und ließ Vingegaard stehen. Am Ende trennten die beiden zwei Sekunden. Dahinter kamen der Ecuadorianer Richard Carapaz auf Rang drei und der erst 19 Jahre alte französische Debütant Paul Seixas auf Rang vier.

Für Pogačars Team war es bereits der zweite Etappensieg in Folge. Entscheidenden Anteil hatte Helfer Isaac del Toro, der das Tempo vor dem Finale so hoch hielt, dass am Ende nur die stärksten Fahrer um den Sieg kämpfen konnten.

Gelb dank Bonussekunden

Kurios: In der Gesamtwertung liegen Pogačar und Vingegaard zeitgleich. Den Ausschlag gaben die Bonussekunden, die es für den Etappensieg gibt. So übernahm Pogačar die Führung und damit das Gelbe Trikot, wenn auch nur mit hauchdünnem Vorsprung.

Für die deutschen Fans richtet sich der Blick auch auf Florian Lipowitz, der als Anwärter auf eine gute Gesamtplatzierung gilt. In den Bergen büßte er an diesem Tag jedoch Zeit ein und muss dem hohen Tempo der beiden Dominatoren vorerst Tribut zollen.

Ein Vorgeschmack auf drei Wochen

So früh im Rennen sagt eine einzelne Etappe noch wenig über den Gesamtsieger. Doch die Kräfteverhältnisse deuten sich an: Pogačar und Vingegaard trennen nur Nuancen, und beide wissen, dass in den kommenden Wochen deutlich schwerere Bergetappen warten. Der erste Schlagabtausch ging an den Slowenen, der Rest der Tour bleibt ein offenes Duell.