Statt in den Urlaub ging es für Jamal Musiala auf den Operationstisch. Nur drei Tage nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM hat sich der Münchner Offensivstar einem Eingriff unterzogen, allerdings einem, der von langer Hand geplant war.

Metallplatte entfernt

Bei der Operation im oberbayerischen Murnau wurde Musiala eine Metallplatte aus dem linken Fuß entfernt. Diese Platte war ihm nach seiner schweren Verletzung eingesetzt worden, die er sich rund ein Jahr zuvor bei der Klub-WM zugezogen hatte. Nach einem unglücklichen Zusammenprall hatte der 23-Jährige damals einen Bruch und schwere Bänderschäden erlitten, ein monatelanger Ausfall folgte.

Der FC Bayern bezeichnete den Eingriff als kleinen, geplanten Routineeingriff, der zum normalen medizinischen Verlauf nach einer solchen Verletzung gehöre. Solche Platten werden häufig erst dann entfernt, wenn der Knochen vollständig verheilt ist.

Kein Risiko für die Saison

Sportlich kommt der Zeitpunkt gelegen. Weil Deutschland früher als erhofft aus dem Turnier ausschied, öffnete sich ein Fenster für den ohnehin anstehenden Eingriff. Wie die Abendzeitung München berichtet, kann Musiala seine Saisonvorbereitung nach einem klar strukturierten Plan angehen, der Start in die Pflichtspiele ist nicht gefährdet.

Statt sich Urlaub zu gönnen, nahm der Nationalspieler direkt sein individuelles Aufbautraining auf. Für den FC Bayern ist das eine gute Nachricht: Musiala zählt zu den prägenden Figuren der Mannschaft, und der Klub plant fest mit ihm für die neue Spielzeit.

Ein Kapitel, das sich schließt

Mit der entfernten Platte endet zugleich ein langes Verletzungskapitel, das Musiala über ein Jahr begleitet hat. Der Eingriff verlief nach Vereinsangaben ohne Komplikationen. Damit dürfte einer der talentiertesten deutschen Fußballer bald wieder ganz ohne körperliche Altlast auf den Platz zurückkehren, rechtzeitig, um in der kommenden Saison wieder eine tragende Rolle zu übernehmen.